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06.07.08 17:07

US - Studie: Enorme Steigerungen für ästhetische Behandlungen prognostiziert

„Das NETZWERK ist strategisch gut ausgerichtet“, Kommentar von NETZWERK-Sprecher Dirk Brandl

Zunächst zu den Fakten: Die Studie trägt den Titel „Economic Analysis of the Future Growth of Cosmetic Surgery Procedures“, wurde veröffentlicht in der Juni Ausgabe der Zeitschrift Plastic and Reconstructive Surgery von Tom S. Liu und Timothy Miller.
Die Studie stützt sich auf die jährlich veröffentlichten statistischen Zahlen der ASPS (American Society of Plastic Surgeons) von 1992 bis 2005.

Das Ergebnis: Bis 2015 wird sich die Zahl aller ästhetischen Behandlungen vervierfachen.
Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass andere Variablen wie die ökonomische Entwicklung keine Auswirkungen auf das Ergebnis haben werden. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Minimalinvasive und nichtinvasive Behandlungen sind auf dem Vormarsch, operative Verfahren sind sogar rückläufig.

Als geborener Skeptiker möchte ich den bereits angestimmten Jubelarien des Präsidenten der ASPS, Richard d’Amico, mit gesundem Menschenverstand und einem detaillierten Blick auf die Situation begegnen.

1. Ich stimme zu, dass für viele Menschen ihr äußeres Erscheinungsbild immer wichtiger wird, denn in unseren entwickelten kapitalistischen Staaten wird der Einzelne immer stärker zur Ware, mithin ist auch die äußere Erscheinung zu einem wichtigen ökonomischen Faktor geworden. Dass immer mehr Menschen gesteigerten Wert auf ihr Äußeres legen, ist ein Zeichen intuitiver Erkenntnis und Reflektion dieser Entwicklung.

2. Die Statistiken zeigen: Wir werden immer älter (in den Industriestaaten) und wir werden immer mehr (in den Entwicklungsländern). Das relativ neue Fachgebiet der Anti Aging Medizin hat deshalb seine Berechtigung. Ebenso ist berechtigt, dass die ästhetische Medizin einen wichtigen Beitrag dazu leistet, dass sich ältere Menschen attraktiver fühlen und ihrem inneren Empfinden entsprechend sich auch äußerlich verändern können. Es geht sicherlich zu weit, die ästhetische Medizin als Teilgebiet der Anti Aging Medizin zu reklamieren. Diese älteren Menschen, die sich geistig fit fühlen, die viele Sportarten - manchmal sogar recht waghalsige - betreiben, die ihr Leben genießen können, haben ein Recht darauf, auch die ästhetische Medizin in Anspruch zu nehmen und stellen deshalb einen wachsenden Markt dar.

3. Bereits seit einigen Jahren haben unsere Mitglieder formuliert, dass in der ästhetischen Medizin ein Umdenken stattfinden muss, weil immer mehr Patienten schonende Verfahren für ihre ästhetische Behandlung bevorzugen, operative Verfahren zurückgehen. Diese Veränderung der Prioritäten war bereits seit Längerem absehbar, unsere Mitglieder haben dies bei der Lipolyse selbst erlebt, dass viele Patienten sich haben behandeln lassen, für die eine Liposuktion, also eine Operation, nicht in Frage kam. Ich selbst bin der Überzeugung, dass gut ausgeführte Operationen kein höheres Risiko beinhalten müssen, auch die Anästhesie hat immer schonendere Methoden der Narkose entwickelt und dadurch das Risiko minimiert. Die Betonung liegt allerdings auf gut ausgeführt unabhängig von der medizinischen Fachrichtung. Die Patienten wollen schonende Verfahren, und diejenigen Ärzte werden zukünftig erfolgreich behandeln, die sich bereits frühzeitig auf diesen Trend eingestellt haben wie beispielsweise unsere Mitglieder, die sich intensiv entwickeln und qualifizieren.

4. Die sich abzeichnende Veränderung wird nicht genügend in der Ausbildung berücksichtigt. Es gibt so gut wie keine universitäre Ausbildung für die minimalinvasiven Verfahren – die Dermatologie bildet hier in einigen Ländern eine rühmliche Ausnahme – und die Erarbeitung und Verankerung standardisierter Behandlungsprotokolle wurde vernachlässigt. Jedem ästhetisch arbeitenden Mediziner sind diese Zusammenhänge bekannt, auch wenn sich viele Gesellschaften um eine Veränderung bemühen und wenigstens seit einiger Zeit Konsensuskonferenzen stattfinden. Dennoch: Von weltweit anerkannten Standards und unabhängigen Ausbildungen sind wir noch weit entfernt. Die firmen- und damit produktorientierte Ausbildung durch die einzelnen Geräte- und Materialhersteller (Filler, Meso, Botulinumtoxin A, Laser, Peelings, etc) ist zu kritisieren und diejenigen Hersteller sind zu loben, die eine firmen- und produktunabhängige objektive Ausbildung wie die unserer Globalhealth Academy sponsern. Nach wie vor steht für uns auf der Tagesordnung: Erarbeitung von weltweiten Behandlungsstandards und Ausbildungen, natürlich auf die nationalen Bedingungen abgestimmt (Beispiel: die Zahl der angebotenen Filler ist in Europa und USA extrem unterschiedlich, weil die Zulassungsvoraussetzungen variieren). Eines kann hier auf jeden Fall konstatiert werden: Weil der Markt der ästhetischen Medizin expandiert, werden immer mehr Mediziner anderer Fachrichtungen ästhetische Behandlungen mit anbieten, der gestiegenen Nachfrage wird ein zahlenmäßig entwickeltes Angebot folgen.

5. Die statistischen Berechnungen dürfen nicht den Blick darauf versperren, dass sich die Situation durchaus anders darstellen könnte als prognostiziert. Als Beispiel sei hier die ökonomische Entwicklung ins Auge gefasst: Ich glaube sehr wohl, dass viele Faktoren diese Prognose verändern können und deshalb der ökonomischen Entwicklung der Weltwirtschaft eine sehr entscheidende Rolle zukommt. Der Analyse geht in meinen Augen eine mechanistische Betrachtungsweise voraus. Netzwerkdenken und die Theoriebildung der Wissenschaft der komplexen Systeme sollten zu einer anderen Betrachtungsweise motivieren, die solchen Prognosen eher skeptisch gegenübersteht. Wenn wir die Erkenntnisse der Chaostheorie ernst nehmen, sollten wir ins Kalkül ziehen, dass bereits kleinste Veränderungen in vernetzten Systemen gravierenden Einfluss nehmen (Butterfly Effekt) und die Entwicklung von Netzwerkstrukturen maßgebend beeinflussen können. Im Netzwerk gehen wir deshalb davon aus, dass wir selbst unsere Entwicklung in der Hand haben und beeinflussen, weil wir die immensen Möglichkeiten erkannt haben, die in Synergiebildung und Kooperation schlummern, Schätze, die wir nur heben müssen, um allen Entwicklungen gelassen gegenüber treten zu können.

Diejenigen, die sich mit meiner rudimentären Analyse anfreunden können, sollten darüber nachdenken - möglichst gemeinsam mit uns - wie wir die Herausforderungen der Zukunft in weltweiter Kooperation und Solidarität beeinflussen und welche notwendigen Schritte wir gehen können. Wir jedenfalls werden den Weg, den wir für unser Netzwerk gemeinsam entwickelt haben, weiter fortsetzen: Entwicklung weltweiter Protokolle und objektiver Ausbildungen, Unabhängigkeit der Ausbildung von Sponsoreninteressen, Zusammenarbeit vieler Mitglieder bei der Entwicklung dieser Therapien statt Konkurrenzdenken. Wenn uns der Kapitalismus auf ökonomischer Ebene zu Konkurrenz zwingt, ist synergetisches Denken und Handeln die richtige Antwort. Willkommen im Netzwerk!


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+49-(0)2508-21 59-100

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