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Netzwerkbildung

13/01 2009

Die Bedeutung von Netzwerken in der Medizin



Zum 5-jährigen Bestehen des NETWORK-Globalhealth

von NETZWERK-Sprecher Dirk Brandl

 

Dieser Text ist entstanden aus einem älteren Textfragment, welches sich noch mit der ideologischen Auseinandersetzung über das Thema Netzwerke beschäftigt hat. Er ist deshalb ein Text, der die Fragestellung diskutiert, ob der Netzwerkansatz eine wissenschaftliche Bedeutung haben kann. Heute würde man nur noch die medizinische Entwicklung dokumentieren, beispielsweise die Entwicklung im Bereich der Psycho-Sozialen Neuro-Immunologie zeigt sehr signifikante Ergebnisse, Auseinandersetzungen über den Stellenwert von Netzwerken in der Medizin würden entfallen. Gleichwohl ist es ein Text, den wir nach wie vor für lesenswert halten, denn er beleuchtet das Thema Netzwerke auf sehr allgemeiner Ebene.

 

Vorbemerkung

Alles begann mit der Revolution der Physik zu Beginn des letzten Jahrhunderts, hervorgerufen durch Einstein, Heisenberg und Planck. Zunächst hatte diese Revolution nur Auswirkungen auf die Physik. Vielen Physikern fiel es sehr schwer zu verstehen, dass die Gesetze der Newtonschen Mechanik nicht für den Bereich der sehr kleinen Teilchen Geltung hatten. Insbesondere die Quantentheorie stellte grosse intellektuelle Anforderungen an die Physiker, beinhaltete sie doch, dass die Bewegungsformen kleinster Materieteilchen nicht unabhängig vom Betrachter gesehen werden können, sondern vom Betrachter abhängen oder besser mit dem Betrachter zusammenhängen. Der mathematisch-physikalische Beweis war nicht anzuzweifeln, aber die intellektuellen Implikationen waren so bedeutend und auch verwirrend, dass es nahezu ein Jahrhundert brauchte, bis die neuen Erkenntnisse ganz Fuß gefasst hatten in der Physik.

Die neuen Erkenntnisse der Physik hatten aber auch weit reichende andere Auswirkungen, auf die Philosophie, auf die Biologie, auf die Kybernetik und Wahrnehmungsphysiologie sowie auf die Systemtheorie. Auch einige kleinere Bereiche der Medizin sind mittlerweile von den erkenntnistheoretischen Auswirkungen infiziert, weil hier keine anderen linearen Erklärungsmodelle mehr greifen, wie die moderne Gehirnforschung (neuronale Netze!) oder die Genetik. Ansonsten aber ist die Medizin als Ganzes noch weitgehend unberührt von den neuen Erkenntnissen geblieben, obwohl sie auch in vielen anderen medizinischen Bereichen neue Entwicklungen und Perspektiven fördern könnten.

Mit diesem Artikel möchte ich den Versuch unternehmen, einmal die Möglichkeiten aufzuzeigen, die der neue philosophische und erkenntnistheoretische Ansatz für die Medizin haben könnte. Ziel ist es nicht, Kritik am Status Quo zu üben, ihn aber kritisch zu beleuchten, um kreative Anstöße zu geben.

 

Eine intuitive Erkenntnis über Netzwerke

Neulich flog ich zu einem Termin nach Canada aus Italien kommend. Bei meiner Abreise hatte ich eine Außentemperatur von +17 Grad Celsius, bei meiner Ankunft in Montreal waren es -11 Grad Celsius. Insgesamt hatte mein Körper einen Temperatursprung von 28 Grad Celsius zu bewältigen, eine ganz erstaunliche Leistung. Wie ist es möglich, dass Systeme, die so flexibel und anpassungsfähig sind gleichzeitig in ihrem Inneren eine Kohärenz und Festigkeit aufweisen, die bewundernswert ist? An diesem Beispiel lässt sich der Begriff des Netzwerks sehr gut beleuchten. Jeder Organismus ist ein dynamisches System, das sich in beständigem Austausch von Energie mit seiner Umwelt befindet und welches gleichzeitig trotz seiner Dynamik über ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit verfügt. Der einzelne Organismus hat je nach seiner Komplexität eine ganze Anzahl von Netzwerken, die in seinem übergeordneten Netz nisten, das Netzwerk der Energieaufnahme und – abgabe (Stoffwechsel), das Netzwerk des Blutkreislaufs, das Netzwerk der Immunkonsistenz und viele weitere, die miteinander das dynamische Gleichgewicht im Organismus herstellen. Je mehr Netzwerke innerhalb eines geschlossenen und gleichzeitig offenen Systems existieren, desto stabiler kann es sich erhalten.

Der Organismus ist auch weit davon entfernt, an seiner Körpergrenze, der Haut, ein Ende zu finden, er ist in beständiger Verbindung mit seiner Umwelt über seine Wahrnehmung und seinen Austausch, er ist eingebunden in soziale Netzwerke und er ist phylogenetisch mit der Art, Rasse und Nationalität verbunden.

Die Erkenntnistheorie und Wissenschaftstheorie gehen mittlerweile davon aus, dass kein Objekt mehr isoliert betrachtet werden kann, dass es vielmehr immer in Verbindung zu seinen Beziehungen, zum es umgebenden Milieu und zu anderen Objekten gesehen werden muss, und dass es nur im Prozess betrachtet werden kann. Dies ist die wissenschaftliche Definition von „Netzwerk“.

 

Soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke sind die bislang am wenigsten erforschten Netzwerke. Im Gegensatz dazu sind beispielsweise die Nahrungsnetzwerke des Planeten und ihre Bedeutung für die Stabilität seiner Bedingungen (Temperatur, Niederschläge, alle Schwankungen wie CO2, Ozon, FCKW,...) sehr gut untersucht. Komplexität ist hier kein Manko, im Gegenteil, Komplexität ist Garant für Stabilität jenseits von Gleichgewicht. Die Bedingungen sozialer Netzwerke sind insofern für die Medizin von Bedeutung, als einerseits sich unter den Medizinern die Erkenntnis breit machen könnte, dass sie sich immer schon in sozialen (medizinischen) Netzen aufhalten, und dass andererseits die Bewertung von Krankheiten durch eine neue Sichtweise angereichert werden kann. Ich werde im Folgenden konkreter auf diese beiden Aspekte eingehen.

 

Die Entwicklung der Schulmedizin

Der Schulmedizin wird von der Homöopathie, von der so genannten Alternativmedizin, von Heilpraktikern etc. vorgeworfen, sie sei und behandele symptomorientiert, nicht systemorientiert. Die Schulmedizin wirft ihren Kritikern Unwissenschaftlichkeit, Irrationalität und Esoterik vor. Sind diese gegenseitigen Vorwürfe berechtigt?

Betrachtet man die Geschichte der Medizin, kann man nicht umhin anzuerkennen, dass ihre Ausrichtung auf wissenschaftliche, Evidenz basierte Faktizität einen entscheidenden Fortschritt gebracht hat, nämlich den objektiven Nachweis der Wirkung von Behandlungen und Medikamenten neben der Entwicklung neuer Therapien. Dieser Fortschritt weg vom Heilertum, vom Schamanismus und hin zur Wissenschaft ist nicht nur nicht zu leugnen, sondern historisch als bedeutender Entwicklungsschritt zu betrachten (Grossinger). Die Frage ist heute, inwieweit die scheinbar objektiven Erkenntnisse wirklich so objektiv sind wie sie auf den ersten Blick aussehen.

Klar ist, dass viele Menschen trotz der nicht Evidenz basierten Ergebnisse der Alternativmedizin zu dieser hinstreben und an sie glauben. Und damit komme ich auf einen weiteren Punkt meiner Überlegungen: der Glaube an Heilung, an die Fähigkeiten des Arztes, an die Selbstheilungskräfte des Organismus ist zwar kein objektiv messbarer Bereich, Untersuchungen haben aber z.B. in der Krebstherapie (Michael Lerner) gezeigt, dass die subjektive Ausrichtung des Patienten unabhängig von der eingesetzten Therapie den Therapieerfolg oder -misserfolg maßgeblich beeinflusst. Nicht alles, was heute noch nicht messbar ist, muss deshalb falsch sein.

Wichtig scheint mir, dass die Schulmedizin ein Mehr an Durchlässigkeit und Öffnung benötigt, wenn sie sich entwickeln will, ohne den Anspruch an Wissenschaftlichkeit verlassen zu müssen. Gerade in diesem Zusammenhang sei auch nochmals auf die Quantentheorie hingewiesen, die ja auf subatomarer Ebene Relationen zwischen Betrachter und Teilchen aufzeigt.

Basis der heutigen medizinischen Ausrichtung ist philosophisch nach wie vor das cartesianische Welt- und Wissenschaftsmodell, welches heute so keinen Bestand mehr haben kann. Zwar würde kein Mediziner heute behaupten, der Mensch funktioniere wie eine Maschine, jedoch sind lineare Ursache-Wirkungszusammenhänge nach wie vor die Regel, sowohl was die Diagnostik betrifft als auch was die Therapie und Forschung angeht.

Lineare Ursache-Wirkungszusammenhänge aber bilden die Realität nur auf einer Ebene ab, ähnlich wie dies die Newtonsche Mechanik in der Physik auch tut. Die Newtonschen Gesetze sind ja nicht falsch, sie sind nur begrenzt. Deshalb ist die Frage zu stellen, inwieweit die Medizin andere Ebenen der Komplexität eines Heilungsprozesses hinzufügen kann.

Wir können hier viele Bereiche aufzählen, wo ein Bewusstsein der oben beschriebenen philosophischen Entwicklungen hilfreich sein kann:

Das Arzt-Patientenverhältnis wird immer noch linear betrachtet. Der Arzt diagnostiziert und behandelt, der Patient ist mehr Objekt als Subjekt des Heilungsprozesses. Dieses ganze Verhältnis ist irgendwie schräg, weil es die Wirklichkeit nur unzureichend widerzuspiegeln vermag. Zunächst einmal wird der Fokus der Aufmerksamkeit in diesem Verhältnis so gut wie nicht auf die Kommunikation gelegt, obwohl es sich ganz eindeutig auch um einen kommunikativen Akt handelt. Außerdem sind dem Verhältnis klar hierarchische Strukturen auferlegt, die die in vielen tausend Jahren entstandenen Erfahrungen der Schamanen leugnen. Der Schamane geht davon aus, dass er dem Patienten nur dabei hilft, sich selbst zu heilen, nicht dass er ihn heilt. Dieser vollständig andere kommunikative Ansatz ist attraktiv für viele Patienten wie die Hinwendung zur Alternativmedizin zeigt. Was aber würde sich die Medizin an Wissenschaftlichkeit nehmen, wenn sie die Heilung auch, aber nicht ausschließlich, als einen kommunikativen Akt betrachtet?

➢ Die Neurobiologie zeigt heute bereits, dass die Arbeitsweise des Gehirns auf Basis neuronaler Netze nicht nur innerhalb des Organismus sondern auch im Austausch mit anderen Personen (Spiegelneuronen) funktioniert. Erst die neuen bildgebenden Verfahren haben diese Einsichten ermöglicht (Madert u.a.).

➢ Das theoretische Modell des menschlichen Genoms, dass ein Gen jeweils ursächlich für eine bestimmte Eigenschaft verantwortlich zeichnet, musste bereits frühzeitig verlassen werden. Betrachtet man organismische Prozesse auf genetischer Ebene, z.B. die Entstehung einer Krankheit, kann man feststellen, dass immer ganze Wellen von Genen beteiligt sind, die sich ähnlich verhalten in ihren Mustern wie die Muster neuronaler Netze.

➢ Es gibt ein weiteres Muster der Organismen, welches bislang nur unzureichend von der Medizin beachtet wird, das Muster des Organismus auf energetischer Ebene. Energien sind viel schwieriger zu messen und zu bewerten, weil es offensichtlich so ist, dass bereits kleinste energetische Veränderungen riesige Auswirkungen haben können. An dieser Grenzlinie findet der Grabenkampf zwischen Allopathie und Homöopathie statt, obwohl er eigentlich vollständig unnötig ist. Unter dem Blickwinkel der Chaostheorie beispielsweise ist es nicht nur nicht ungewöhnlich, sondern sehr normal, dass kleinste Veränderungen riesige Auswirkungen nach sich ziehen können (Butterfly Effekt). Wer allerdings die Erkenntnisse der Chaostheorie und komplexen Mathematik leugnet, wird keinen Zugang zu dieser Ebene der Betrachtung finden.

➢ Die Nanowissenschaft zeigt uns unglaubliche Möglichkeiten auf, die auch für die Zukunft der Medizin bedeutsam sein werden. Das Verhalten von Objekten in diesem Bereich ist nicht vergleichbar mit größeren Materieeinheiten.

➢ Von der „harten“ Medizin wird die ästhetische Medizin nach wie vor als Stiefkind behandelt, ja ihr wird die medizinische Existenzberechtigung abgesprochen. Die ästhetische Medizin heilt nicht, deshalb ist sie keine Medizin, so das gängige Credo der Verfechter dieser Ansicht. Hier ist die Frage neu zu stellen, ob unser herkömmlicher Krankheits- und Heilungsbegriff eigentlich noch der heutigen Situation angemessen ist? Was ist daran schlecht, wenn Mediziner ihren Patienten dabei helfen, sich im gesellschaftlichen Netzwerk besser bewegen zu können, sich besser zu fühlen und sich besser zu positionieren? Ist dies nicht auch ein Heilungsprozess, der ebenso zu bewerten ist wie die Heilung einer Grippe oder einer Psoriasis? Den Verfechtern der konservativen Definition muss vorgeworfen werden, dass sie die neuen Herausforderungen nicht ernst nehmen und ihre Berechtigung leugnen. In diesem Zusammenhang erweist sich auch die cartesianische Trennung von Körper und Geist als verhängnisvoll, denn sie verhindert weiteren Erkenntnisgewinn. Physis und Psyche sind nicht voneinander zu trennen, sondern bilden einen einheitlichen Zusammenhang (Bateson, Ökologie des Geistes, Maturana + Varela, Der Baum der Erkenntnis). Körperliche Veränderungen, die einen massiven Einfluß auf die psychische Befindlichkeit haben können, bleiben unberücksichtigt und verhindern auch einen klareren Blick auf neue Aspekte von Heilung.

➢ Alle Zivilisationskrankheiten wie Parodontitis, Allergien oder Übergewicht lassen sich heute mit cartesianischen Methoden weder richtig diagnostizieren geschweige denn therapieren. In all diesen Bereichen werden zwar Fortschritte erzielt, jedoch steigt die Zahl der Erkrankten nach wie vor an und Behandlungen sind nur eingeschränkt möglich.

➢ Das von Maturana und Varela (Der Baum der Erkenntnis) entdeckte Prinzip der Selbstorganisation (das spontane Auftauchen von Ordnung) oder Autopoiese (= sich selbst schaffen) hat weit reichende Auswirkungen auf die Betrachtung von Organismen, eben auch auf den Menschen. Netzwerke sind Muster des Lebens. Diese Erkenntnis erfordert neue Antworten auf die Fragen nach Krankheit, Gesundheit oder Heilung. Die von Capra (Lebensnetz) aufgestellten Schlüsselkriterien eines lebenden Systems können notwendige Bausteine liefern zu einem besseren Grundverständnis, wie Organismen aufgebaut sind und sich entwickeln:

Organisationsmuster

die Anordnung der Beziehungen, die die wesentlichen Merkmale des Systems festlegt;

Struktur

die materielle Verkörperung des Organisationsmusters des Systems

Lebensprozeß

die in der kontinuierlichen Verkörperung des Organisationsmusters des Systems stattfindende Aktivität

Ich hoffe, diese kleine Aufzählung hat bereits ein wenig den Horizont geöffnet für die neuen Möglichkeiten, die für die Medizin durch die Einnahme neuer Perspektiven realisierbar sind. Ähnlich wie der Physik steht der Medizin eine Revolution ihres gesamten Weltbilds bevor, und ich bin der festen Überzeugung, dass diese Revolution der Medizin sehr viele neue Impulse geben wird und auch bestimmte Grenzen durchlässiger werden lässt, die heute noch existieren. Im Streit der Meinungen ist es noch sehr schwierig zu akzeptieren, dass oft zwei Perspektiven gleichzeitig existieren können ohne sich unbedingt gegenseitig auszuschließen.

 

Medizinische Netzwerke

Das Wissen über das eigene Eingebundensein in Netzwerke kann Gesundheit erhalten und Krankheit heilen helfen. Dieses Bewusstsein kann zu Verhaltensänderungen führen, die linearer Logik unzugänglich sind.

Ähnliche Veränderungen können sich auch im Umgang der Mediziner miteinander abspielen und positive Wirkungen haben auf den Einzelnen wie auf Gruppen oder die gesamte Medizin. Das Experiment am CERN zeigt eindeutig, dass moderne Forschung nur noch weltweit in internationalen Teams abläuft, d.h. die Physik ist bereits zu einem Entwicklungsstand fortgeschritten, der Erkenntnisgewinn nur noch in Netzwerken erlaubt. Das idealistische Bild des einsamen Gelehrten, der zurückgezogen in seiner Kammer von einem Gedankenblitz erleuchtet wird, verblasst immer mehr zugunsten der Vorstellung, in einer globalisierten Welt zusammen zu gehören und miteinander zu arbeiten. Dem steht nach wie vor das Prinzip der Konkurrenz entgegen, welches vor allem durch den Markt und seine Auswirkungen bis in die persönlichsten Beziehungen hinein geprägt wird. Der bereits längst begonnene Prozess der Veränderung des Bewusstseins weg vom Einzelkämpfer und hin zu organismischen Mustern und Strukturen hat eine größer werdende Attraktivität auf alle Mediziner, besonders aber auf diejenigen, die bereits unter extremer Konkurrenz zu leiden haben und in ihrer Tätigkeit keinen Sinn mehr entdecken können.

Das NETWORK-Globalhealth ist ein lernendes, sich beständig entwickelndes System, welches seine Stabilität durch seine Offenheit gewinnt. Dies macht es attraktiv für alle Pioniere und Neuerer wie auch für die, die unter den gegenwärtigen Verhältnissen bereits leiden, wie beispielsweise die Mediziner in Deutschland. Die Möglichkeiten, die es denjenigen bietet, die ihr eigenes Zeitmanagement so gestalten, das sie sich nicht nur passiv, sondern aktiv an seiner Ausgestaltung beteiligen, sind immens, wie die ersten 5 Jahre seiner Entwicklung bereits andeuten. Vom NETWORK-Globalhealth ist noch viel zu erwarten, denn es hat ein großes Potential, welches es zu entwickeln und zu nutzen gilt.

 

Weiterführende Literatur

1. Karl-Klaus Madert, Trauma und Spiritualität: Wie Heilung gelingt - Neuropsychotherapie und die transpersonale Dimension, Kösel

2. Fritjof Capra, Lebensnetz, Knaur

3. Humberto R. Maturana, Francisco J. Varela, und Kurt Ludewig, Der Baum der Erkenntnis. Die biologischen Wurzeln des menschlichen Erkennens., Goldmann

4. Gregory Bateson, Ökologie des Geistes: Anthropologische, psychologische, biologische und epistemologische Perspektiven, Suhrkamp

5. Richard Grossinger, Wege des Heilens, Kösel

6. Michael Lerner, Krebs, Wege zur Heilung, Piper

 

06/06 2008

NETWORKING 3

Vortrag von Dirk Brandl, gehalten auf der MASTER Conference in Paris, September 2007

Liebe NETZWERK-Mitglieder,

 

herzlichen Dank, daß Sie auf unserem diesjährigen Mitgliederkongress erschienen sind.

Wie in den vergangenen Jahren auch möchte ich Ihnen einen kleinen Überblick vermitteln über die Entwicklung des NETZWERK’s und des NETZWERK Gedankens, der einzelnen Themennetzwerke und der Zusammenarbeit innerhalb des NETZWERK’s. Hauptthema meines Referates soll die weitere Konkretisierung unserer gemeinsamen Aktivitäten für die Zukunft – insbesondere für das kommende Jahr – sein.

In den vergangenen Jahren habe ich immer über Ihre Vision eines weltweiten NETZWERK’s und die konkreten Schwierigkeiten, die sich für die Realisierung dieser Vision ergeben, referiert. Die von Ihnen vielfach widergespiegelte Begeisterung für den Netzwerkgedanken möchten wir durch Veranstaltungen wie diese lebendig halten. Dies möchte ich auch heute wieder tun, allerdings mit einer durch die vielen Erfahrungen im Umgang mit Ihnen allen angereicherten Form. Der Blick eines Nichtmediziners wie ich es bin, also der Blick von außen, kann manchmal sehr hilfreich sein, die eigene Identität zur medizinischen, insbesondere ästhetisch-medizinischen Tätigkeit zu finden oder zu erhalten. Auf das Engste sind dabei verbunden die Entwicklung des NETZWERK’s mit dem Anspruch, ein Pool gegen Vereinzelung und Konkurrenz zu sein und die persönliche Entwicklung eines jeden von Ihnen innerhalb dieser Netzwerkstrukturen.

Die Stärke unseres NETZWERK’s ist dabei entscheidend abhängig von der Stärke eines jeden Mitgliedes. Ich möchte diesen Zusammenhang am konkreten Beispiel der Injektions-Lipolyse ein wenig näher erläutern. Für viele konservative Mediziner ist die ästhetische Medizin überhaupt keine Medizin, sondern reine Geldmacherei, denn sie heilt nicht in einer sehr engen Definition des Begriffs Heilen.

Bei der Injektions-Lipolyse wird sogar – ich möchte an dieser Stelle ein wenig provozieren – eine Entzündung, also eine künstlich vom Arzt herbeigeführte Erkrankung, indiziert.

Mir scheint es notwendig, einmal die Ethik der ästhetischen Behandlung näher zu beleuchten, um ein anderes, differenzierteres Verhältnis zur eigenen Tätigkeit zu erlangen. Viele der heute anhängigen Krankheitsbilder sind zumindestens von der Psyche beeinflußt, wenn nicht gar dominiert. Auch hierüber werden wir auf diesem Kongress zu hören bekommen. Wenn ich als Arzt ein schlechtes Verhältnis zur eigenen ästhetisch medizinischen Tätigkeit habe wegen der alten ethisch-medizinischen Ideale, komme ich in Widersprüche, die ich auf dieser Ebene nur schwer lösen kann.

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Patienten, die derartige Behandlungen fordern: Die Unzufriedenheit mit dem eigenen Selbstbild rührt doch daher, daß wir alle mittlerweile so stark den Marktgesetzen unterworfen sind, daß unser äußeres Erscheinungsbild bei der Stellung in unseren Gesellschaften zu einem mitentscheidenden Faktor wird, wir selbst als Menschen somit den Charakter von Waren annehmen auf dem Markt der Positionen und dem Kampf um gesellschaftliche Stellung.

Meine Frage ist: Ist es nicht legitim, einen Menschen in seinem äußeren Erscheinungsbild zu verbessern und ihm damit zu helfen, ein besseres Selbstwertgefühl zu vermitteln? Ist dies nicht auch eine Art von Heilung?

Ich persönlich glaube, daß von der konservativen Medizin hier sehr stark mit Doppelmoral gearbeitet wird. Die Leugnung dieses psychischen Zusammenhangs einerseits und die damit verbundene Überhöhung andererseits führen zu sehr eingeschränkten Sichtweisen der hier geschilderten Patientenprobleme. Natürlich wären alternativ zum medizinischen Eingriff für den Patienten auch andere Optionen gegeben, beispielsweise eine Psychotherapie, in der der Patient lernen könnte, seine Falten zu lieben, weil sie Zeichen eines gelebten Kampfes sind, doch diese Alternative gilt nur für eine sehr kleine Gruppe von Patienten. Wichtig scheint mir: Wenn einer Patientin, die sich wegen zu kleiner Brüste nicht richtig als Frau fühlt, Implantate eingesetzt werden und ihr damit auf relativ einfache Art und Weise geholfen werden kann, mithin ihre „Krankheit“ geheilt wird und sie sich endlich vollwertig fühlt – was sollte daran verwerflich sein?

Und ist es dann nicht Doppelmoral, daß dieselben Mediziner, die die ästhetisch arbeitenden Ärzte kritisieren, gleichzeitig ihren Patienten Medikamente verschreiben, die durch Sponsoring der Pharmaindustrie gesteuert sind? Ich habe übrigens dann keine Probleme mit dieser Art von Sponsoring, wenn der behandelnde Arzt weiß, was er tut und sich im konkreten Fall trotz des Sponsorings für eine sinnvollere Alternative entscheidet. In Deutschland – und ich denke, dies ist in Ihren Ländern nicht anders – wird den Ärzten der durch Sponsoring erzielte Nebengewinn geneidet und als unmoralisch abgetan. In meinen Augen ist dies eine ganz und gar eindimensionale Sichtweise, die bei den Ärzten eine Schwächung der eigenen Position in der Öffentlichkeit zur Folge hat. Wenn ich aus zwei gleich guten Fillern denjenigen wähle, der vom Produzenten gesponsert wird ist dies vollständig ok – wenn ich allerdings einen Filler wähle, obwohl die gestellte Indikation mir deutlich sagt, daß ein anderer Filler optimaler ist, ist dies zu verurteilen. Sie sehen- heute sind die Verhältnisse oft sehr viel komplexer und eindimensionale moralisch – ethische Ansätze, die für die Nachkriegssituation tauglich gewesen sein mögen, sind heute schlichtweg unbrauchbar. Unsere Ausbildungen und Trainings werden von nahezu allen Ärzten gelobt – bis auf den Preis. Wir sind allerdings die Einzigen, die nicht gesponserte Workshops durchführen, auch wenn wir auf diesem Kongress Sponsoren sehr gern willkommen heißen. Ein hochqualitatives Training kann aber nur angeboten werden, wenn für den Anbieter – wir, das NETZWERK – der Preis auch stimmt.

Problematisch ist allerdings, daß wir alle, Ärzte, Patienten und die Öffentlichkeit immer noch der alten eindimensionalen Ethik folgen. Hier kommt das NETZWERK mit ins Spiel, denn Ihnen allen wird sicherlich klar sein, daß eine andere ethische Betrachtungsweise nur dann erfolgreich durchsetzbar ist, wenn eine große und starke Lobby hinter ihnen steht und Ihre Position stärkt – auch und gerade in der Öffentlichkeit. Ich möchte an dieser Stelle nicht das bisher Erreichte klein reden, doch mir ist klar und ich möchte Sie von dieser Klarheit überzeugen, daß wir zur Durchsetzung dieser neuen Positionen in der Medizin eine ganz andere, viel kraftvollere Lobby benötigen. Ich sehe auch weit und breit keine andere Gruppierung, die sich überhaupt dieser Problematik annimmt und wir selbst hätten dies wahrscheinlich auch nicht getan, wenn wir nicht in fast jedem Land der Welt in die amoralische Ecke gedrängt würden. Wir waren einfach gezwungen, neue ethische Maßstäbe zu diskutieren und auch im NETZWERK zu realisieren, weil wir oft in eine Ecke gestellt wurden, die aus diesen alten Vorstellungen gespeist war und die die Vielschichtigkeit der angesprochenen Problematik nicht berücksichtigt hat. Ästhetische Medizin und Injektions-Lipolyse sind nicht unmoralisch, sie dienen genauso viel oder wenig der Heilung wie andere medizinische Therapien auch.

Und ist es nicht besser, wenn möglich die Engriffe so minimalinvasiv wie möglich zu gestalten? Sie alle wissen, daß wir keine ablehnende Haltung gegenüber der Liposuktion einnehmen, sondern ihren Stellenwert akzeptieren und schätzen. Viele von Ihnen führen selbst solche Eingriffe durch. Wo aber die Injektions-Lipolyse eine sinnvollere Indikation darstellt, ist es da nicht zwingend geboten, diese auch einem Patienten anzubieten, selbst wenn ich dadurch auf einen Teil meines Honorars verzichten muß?

Ein global operierendes NETZWERK ist viel eher in der Lage, solche Positionen zu entwickeln und auch in der Öffentlichkeit zu vertreten. Und Öffentlichkeit ist der Schlüssel, der darüber entscheidet, ob sich die Injektions-Lipolyse durchsetzt. Ob sich auch in der Medizin offensiver als bisher mit der alten Ethik auseinandergesetzt werden kann und ob die Zerissenheit, in der der einzelne Mediziner heute oft steht, sich ausgleichen läßt. Wenn beispielsweise in Deutschland viele Ärzte die Injektions-Lipolyse einsetzen, wird dies Auswirkungen auf die herrschende Diskussion haben – gleiches gilt für alle anderen Länder. Der Wind wird uns noch viele Male ins Gesicht blasen, es kommt darauf an, wie wir uns verhalten und welche Gegenmacht wir aufbauen können. Wenn von 100 000 praktizierenden Medizinern nur 100 die Injektions-Lipolyse einsetzen, interessiert dies niemanden. Sind es aber 5000, sieht die Sache anders aus.

Gibt es denn genügend Patienten für eine solch große Zahl? Ich bin felsenfest davon überzeugt, daß unser Patientenpotential nicht annähernd ausgeschöpft ist, sondern wir eine große Zahl von möglichen Patienten überhaupt noch nicht erreicht haben. Deshalb ist eine Steigerung der Mitgliederzahl und eine offensive Vertretung in der Öffentlichkeit von immenser Bedeutung. Insofern sollte es ihr ureigenstes Interesse sein, das NETZWERK zu stärken und die Mitgliederzahl zu erhöhen – und dies mit breiter Brust und ohne ein schlechtes Selbstwertgefühl als Mediziner.

Ich möchte hier nochmals die von Ihnen definierten Ziele benennen, um von dort ausgehend die kurz- mittel- und langfristigen Aktivitäten mit Ihnen gemeinsam zu diskutieren.

Unsere Ziele bezüglich des NETWORK-Globalhealth beziehen sich mit Ausnahme der Cryodent Therapie ausschließlich auf den minimalinvasiven ästhetischen Bereich, wobei selbstverständlich die Lipolyse unser zentrales Aufgabenfeld markiert. Weiterführende Ziele sind augenblicklich wegen der Konzentration auf die Hauptaufgaben nicht im Fokus unserer Aufmerksamkeit.

Für den Minimalinvasiven ästhetischen Bereich können wir folgende 2 Hauptziele hier nochmals benennen:

➢ Das NETZWERK-Lipolyse soll sich zu einer anerkannten Institution im Bereich Fett entwickeln. Unser gemeinsames Ziel ist, die Mitglieder des NETZWERK’s als die kompetenten Ansprechpartner in Sachen Fett allgemein und Lipolyse im Speziellen zu präsentieren.

➢ Entwicklung eines Ausbildungprogrammes für alle minimalinvasiven ästhetischen Therapien nach weltweit festgelegten unabhängigen und objektiven Standards mit dem Ziel, einen Studiengang für diesen Bereich zu etablieren, eine Zertifizierung der NETWORK-Globalhealth Academy zu erarbeiten und als weltweite Marke durchzusetzen – das Globalhealth Academy Diploma.

Die hier genannten Ziele wurden von Ihnen, unseren Mitgliedern, in den vergangenen Jahren erarbeitet und dienen uns deshalb als Grundlage unserer Aktivitäten.

Sie alle wissen, daß ich kein Mediziner bin. Wenn ich also im folgenden manchmal medizinische Argumentationen anführe, stammen diese nicht von mir, sondern sind eine Zusammenfassung der vielen Gespräche, die ich mit Ihnen, unseren Mitgliedern geführt habe. Ich möchte zunächst den aktuellen Stand kurz referieren bevor ich auf die kommenden Aufgaben eingehe.

 

1. Zum NETZWERK-Lipolyse

 

➢ Es wurden bereits erste Studien abgeschlossen, viele wissenschaftliche Publikationen zum Thema wurden von unseren Mitgliedern verfaßt. In medizinischen Fachzeitschriften wurden zusätzlich weitere Artikel einiger Mitglieder publiziert. Weitere Ergebnisse der von uns getragenen Studien stehen noch aus und werden in den nächsten Jahren geliefert.

➢ Auch unsere Medienoffensive beginnt langsam Früchte zu tragen: Dr. Gansel und Dr. Rezai haben Fernsehbeiträge produziert. Mehrere Artikel in Publikumszeitungen wurden oder werden publiziert, in Deutschland, Frankreich, Australien, Ägypten und USA.

➢ Auch im zurück liegenden Jahr wurden viele Vorträge auf Kongressen zur Lipolyse von zahlreichen Mitgliedern gehalten, z.B. EMAA, Anti Aging Kongress Monaco und IMCAS sowie Kongresse in der Türkei, Amerika und Australien. Das NETZWERK-Lipolyse ist somit anerkannter Bestandteil aller wichtigen ästhetischen Kongresse. Vor allem wird geschätzt, daß wir alle gemeinsam den Anspruch haben und diesen auch dokumentieren, wissenschaftliche Grundlagen für die Lipolyse zu erarbeiten. Dies geschieht einerseits durch unsere Mitglieder selbst, andererseits durch Kooperation mit universitären Einrichtungen.

➢ Nach wie vor existieren nationale Bedingungen, die wir beachten müssen. Dr. Palmer aus Großbritannien wird im Herbst als Experte der Verteidigung bei einem Verfahren gegen einen Arzt aussagen vor dem General Medical Council. Die Situation der Legalisierung des Compounds in der Türkei ist nach wie vor nicht gelöst, in den USA hat sich Widerstand gegen die Lipolyse formiert.

Aktuell kämpfen wir in den USA an mehreren Fronten: im Land der kapitalistischen Reinkultur sprossen Lipolyse Center nur so aus dem Boden und brachten die Lipolyse mit falschen Versprechungen wie Gewichtsreduktion und schlechten Ergebnissen so in Verruf, dass Verbände warnen, der Staat Kansas sogar die Anwendung verbieten will.

 

2. Zur Globalhealth Academy

➢ Wir haben uns zunächst darauf konzentriert, die Expertengruppe für die ästhetische Mesotherapie zur Arbeit zu bringen, weil hier die herrschenden Verhältnisse starke Konfusion unter den Anwendern ausgelöst haben. Dies ist uns gelungen. Die ersten Ergebnisse der Arbeitsgruppe werden auf diesem Kongreß vorgetragen. Die richtigen Standards werden innerhalb der nächsten 6 Monate publiziert werden.

➢ Mit wem auch immer wir die Problematik von standardisierten Protokollen im minimalinvasiven Bereich diskutieren, überall stoßen wir bei der Beschreibung des Ist-Zustandes auf Zustimmung. Niemand zieht in Zweifel, daß die Ausbildungen firmenorientiert sind, keine objektiven Ergebnisse liefern und somit zu massiver Beeinflussung der ästhetisch arbeitenden Ärzte unter reinen Verkaufsaspekten führen. Niemand zieht die Notwendigkeit einer standardisierten Ausbildung in Zweifel. Bezweifelt wird allerdings, ob es uns gelingt, die Ärzteschaft in ihrem ureigensten Interesse zu einen und zukünftige Standards zu entwickeln.

➢ Dieser Kongreß soll auch dazu dienen, die Konfliktfelder näher zu definieren und die unterschiedlichen Ansichten beleuchten, was Standard und was Advanced Behandlungen einer Therapie sein sollten, diese zu diskutieren, und dann gemeinsame Arbeitsgruppen zu etablieren, die auf dieser Basis erste Standards definieren. Konflikte sind hier natürlich vorprogrammiert und es wäre völlig irreal, schnelle Lösungen zu erwarten.

 

Wir möchten das NETZWERK und die Globalhealth Academy zukünftig als eine Art Gütesiegel etablieren, von dem alle Mitglieder natürlich profitieren sollen. Dies ist unsere vordringliche Intention.

 

Kommen wir nun zu den lang-, mittel- und kurzfristigen Aufgaben, die auf uns als NETZWERK zukommen.

 

Die lang- und mittelfristigen Aufgaben sind gut definiert durch die oben beschriebenen Ziele. Aktivitäten, die wir dazu durchführen, sind ebenfalls immer langfristig zu betrachten. Hier die von mir vorgeschlagenen Aktivitäten:

 

Es ist notwendig, zunächst den Begriff Lipolyse zu klären, denn für die wichtigste von uns praktizierte Therapie – die Injektions-Lipolyse – ist dieser Begriff zwar in Gebrauch, wissenschaftlich aber trifft er nicht genau, was sich chemisch im Körper abspielt.

Lipolyse ist qua Definition eine Entleerung der Fettzellen, nicht ihre Zerstörung. Wie Sie am Sonntag auch in den wissenschaftlichen Vorträgen hören werden, hat Phosphatidylcholin nur eine geringe lipolytische Wirkung, trotzdem ist es eine wichtige Substanz, weil sie verhindert, daß gravierende unkontrollierte Zellzerstörungen stattfinden und weil sie den Emulsifizierungsprozeß und Abtransport organisiert.

Der gesamte Prozeß von der künstlich herbeigeführten Entzündung bis zur schlußendlichen Ausscheidung des eingelagerten Fettes sollte dabei genauestens untersucht werden.

Desweiteren ist zu beachten, daß während der letzten Jahre die Entwicklung neuer Geräte mit lipolytischen Eigenschaften rasant fortschreitet. Es ist in jedem Fall damit zu rechnen, daß in den nächsten Jahren Geräte auf den Markt kommen, die Lipolyse nichtinvasiv durchführen werden, auch wenn dies heute in nur begrenztem Maße auf die existierenden Geräte zutrifft. Ganz allgemein ausgedrückt gibt es folgende unterschiedliche Verfahren, die mit mehr oder weniger Erfolg zum Einsatz kommen:

➢ Laser

o Invasiv (Smartlipo etc.)

o Nichtinvasiv (Smoothshape, MCC...)

➢ Ultraschall

o Utrilog

o Ultrashape

o Weitere auf Ultraschall aufbauende Geräte

➢ Radiofrequenz

o Thermamedic

o Almalasers

➢ Carboxytherapie

o Carboxypen

➢ Kombinationsgeräte

o Velasmooth

All diese Geräte sollten zum einen auf ihre lipolytische Wirkung ohne und zum anderen in Kombination mit der Injektions-Lipolyse überprüft werden. Die Arbeitsgruppe Physikotherapie unter Leitung von Dr. van der Lugt benötigt dazu dringend Auffrischung, denn Dr. van der Lugt arbeitet nahezu allein daran. Sie sind bei Interesse also herzlich eingeladen, uns Ihre Mitarbeit zu signalisieren.

 

Kommen wir nun zur Globalhealth Academy. Unser langfristiger Anspruch sollte sein, weltweit Workshops mit standardisierten Protokollen zu folgenden Themen anzubieten, manchmal einzeln, manchmal in Kombination:

➢ Botulinumtoxin A

➢ Filler

➢ Peelings

➢ Laserbehandlungen

➢ Ästhetische Mesotherapie

➢ Carboxytherapie

➢ Injektions-Lipolyse

➢ Lipolyse durch Gerätetherapien (Radiofrequenz, ...)

➢ Face Composition

➢ (Photodocumentation)

➢ Weitere

Wir haben bereits ein standardisiertes Material für die Injektions-Lipolyse und wir haben exzellente Vorlagen für Botulinumtoxin A, Filler (Dr. Weidmann) und Face Composition (Dr. Lettko). Die ästhetische Mesotherapie wird innerhalb der nächsten Monate zum Abschluß kommen (Dr. Petit, Dr. Weidmann).

Bis zur endgültigen Fertigstellung der Ausbildungseinheiten werden sicherlich noch 1-2 Jahre vergehen. Das soll uns allerdings nicht davon abhalten, diese Ausbildungen heute bereits anzubieten, denn sie sind jetzt bereits auf einem Niveau, das den von uns gesetzten Zielen nahekommt.

Alle diejenigen, die Workshops während der nächsten Tage besuchen, sollten deshalb neben den Inhalten auch darauf achten, welche Veränderungen wir in den Ausbildungen vornehmen sollten, um die gesetzten Ziele der Standardisierung zu erreichen. Bitte versorgen Sie uns in diesem Punkt mit Informationen, wir sind darauf angewiesen.

Auch was das Thema Kongresse angeht haben wir durchaus Ideen, wie diese für die Teilnehmer besser und angenehmer gestaltet werden können. Betrachtet man die heutigen Kongresse zur ästhetischen Medizin, sind diese zwar in Themen unterteilt, die einzelenen, zu den Themen gehaltenen Referate sind nicht vernetzt. Der einzelne Teilnehmer wird mit einem Puzzle von Einzelinformationen überflutet, die sich nicht aufeinander beziehen. Keiner der von uns untersuchten Kongresse kann eine didaktische Komponente aufweisen, obwohl gerade bei der Aufnahme eines so vielfältigen Wissens didaktische Lernhilfen dringend geboten sind. Zwischen einzelnen Themen findet so gut wie keine Moderation statt, auch Lernhilfen wie das Abschließen eines Themas durch musikalisch untermalte Zäsuren werden meist aus Zeitmangel und Unwissenheit über die Aufnahme von Wissen nicht eingeführt. Meine ganz persönlich Vision eines Kongresses werden wir auch in dieser Conference noch nicht realisieren können. Was wir aber machen können ist, diese weiter im Blick zu behalten und Schritt für Schritt mit jedem neuen Kongress diese weiter zu realisieren.

Bei Teilnahme an allen Ausbildungen wollen wir dem Teilnehmer das Globalhealth Academy Diplom ausstellen, welches weltweit als ein hochwertiges Zertifikat angesehen werden soll bei den Patienten, eine Art von Gütesiegel für den Arzt. Um dies in dieser Form bekannt zu machen, ist noch einiges zu tun, wir meinen aber, dies ist der nächste Schritt, wenn wir uns nicht abhängig von anderen machen wollen.

 

Kommen wir nun zu den kurzfristigen Zielen, die wir im nächsten Jahr erreichen wollen. Ich unterteile diese wieder in unsere originären Aufgaben für das NETZWERK-Lipolyse und in unsere weiterführenden Aufgaben im Rahmen der Standardisierung.

 

Meiner Vorstellung nach werden wir folgende Konsolidierungen durchführen:

➢ ASAPS Study USA. Das NETZWERK hat der ASAPS angeboten, bei der anhängigen Studie zu kooperieren und unser Angebot wurde bereits positiv bewertet. Wir haben Dr. Alan Gold, kommender Präsident der ASAPS (American Society of Aesthetic Plastic Surgery) eingeladen, unseren nächsten Workshop zu besuchen und werden ihm alle notwendigen Protokolle zur Verfügung stellen.

➢ Studie Regensburg. Den ersten Zwischenbericht werden Sie am Sonntag von Dr. Torsten Blunk erhalten. Wir möchten im kommenden Jahr insbesondere auch andere, lipolytisch wirksame Substanzen testen. Dazu wollen wir uns einen potenten Partner mit ins Boot holen, denn dazu fehlen uns bislang die finanziellen Mittel.

➢ Von Dr. Bechara und seiner Arbeitsgruppe wird sicherlich die offene Frage beantwortet werden, ob es sich bei der Lipolyseinjektion um eine Nekrose oder Apoptose auslösende Infektion handelt. Die Meinungen hierzu sind im NETZWERK immer noch geteilt, die Tendenz geht aber in Richtung Nekrose.

➢ Wir wollen im nächsten Jahr auf einen gemeinsamen Kongress verzichten. Die MASTER Conference soll alle 2 Jahre abgehalten werden. Dafür wollen wir nationale Treffen unserer Mitglieder organisieren. Wir beginnen bereits im November mit unserem ersten Mitgliedertreffen in Australien. Alle Termine werden Ihnen frühzeitig genug bekannt gegeben.

➢ Die im vergangenen Jahr begonnene Pressearbeit soll konsequent fortgesetzt werden. Wie weiter oben bereits ausgeführt sind wir der festen Überzeugung, daß nur eine massive Öffentlichkeitsarbeit und Ihr Engagement uns die notwendige Verbreiterung unserer Basis verschaffen wird. Vielleicht fragen sich manche von Ihnen, wie groß das NETZWERK denn noch werden soll? Meine Auffassung dazu ist vollkommen klar: Nur wenn wir eine tatsächlich große und mächtige Lobby haben, können wir die Anfeindungen zurückdrängen und uns optimal im Markt positionieren. Nur dann wird es uns gelingen, die allein auf Geldmacherei angelegten Offerten einiger unseriöser Spas wirksam zu bekämpfen.

➢ Der Umgang mit Komplikationen wird in den nächsten Tagen auch im Advanced Course eine Rolle spielen. Wir werden auch hier einen festgelegten Weg, also Standards, erarbeiten, um Komplikationen zu vermeiden oder, wenn diese einmal aufgetreten sind, zu behandeln.

➢ Wir haben gemeinsam mit Dr. Duncan, Dr. van der Lugt, Dr. Hasengschwandtner und Dr. Gold einen Fragebogen erarbeitet, der die Grundlage unseres nächsten Lipolyse Reports sein soll. Innerhalb der nächsten Monate werden wir den Fragebogen soweit entwickelt haben, daß er sehr einfach auszufüllen sein wird – wer möchte kann dies auch online tun – und uns wichtige Sicherheitsdaten zur Argumentation liefern wird.

➢ Wir werden weitere Tests für Lipolysegeräte initiieren. Dr. van der Lugt beteiligt sich bereits an einer Multi Center Studie zur Radiofrequenz. Vielleicht gelingt es uns, eine eigene Multi Center Studie zu anderen Geräten zu erarbeiten.

➢ Cellulite: Prof. Nor El-Din wird uns am Sonntag erste Ergebnisse seiner Studie zur Entwicklung eines neuen Cellulite Behandlungsprotokolls vorstellen. Ich bin der festen Überzeugung, daß wir innerhalb des NETZWERK’s in der Lage sind, eine Cellulitebehandlung zu entwickeln, die auf mehreren Behandlungsbausteinen aufbauen wird, und deren Ergebnisse 1. fortdauernd sind und 2. alle bisherigen Cellulitetherapien bei weitem übertreffen werden. Wir sind der festen Überzeugung, daß wir mit dieser neuen Cellulitetherapie für Aufsehen sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der medizinischen Community sorgen können. Voraussetzung dazu ist, daß wir alle vorhandenen Kräfte bündeln können und Synergien herstellen. Dr. van der Lugt, Dr. Weidmann und Helga Dowback, eine Laserspezialistin, haben bereits ihre Kooperation signalisiert.

➢ Wir arbeiten ebenfalls an einer Ausweitung unseres Pharmacy Compound NETZWERK’s. Wir möchten für Indien und den asiatischen Kontinent eine eigene Compoundproduktion aufbauen, wir haben bereits Verträge mit Canada, Ägypten und Israel abgeschlossen und wir werden bald schon das NETZWERK Compound in Mexiko unseren Mitgliedern anbieten können. Weitere Kooperationen sollen aufgebaut werden, auch um allen unseren Mitgliedern die Rezepturen, die von unserer Arbeitsgruppe Mesotherapie erarbeitet werden, möglichst umgehend verfügbar zu machen. Wenn wir weltweite Standards erarbeiten, müssen wir auch dieselben Mixturen verwenden.

➢ Sie werden heute eine erste Zusammenfassung zur Ernährungsmedizin von Dr. Franz bekommen. Das NETZWERK-Weightdoctors wollen wir dazu animieren, eine wirksame Anleitung für unsere Mitglieder auszuarbeiten, um vor einer Lipolyse Patienten gegen ihr Übergewicht zu behandeln.

Sie sehen also, allein in der Lipolyse gibt es einiges zu tun.

Kommen wir nun zum zweiten Teil, unserer Arbeit für die Standardisierung der anderen minimalinvasiven ästhetischen Therapien.

➢ Wir wollen in jedem Fall Expertengruppen für die Bereiche Filler, Botulinumtoxin A, Peelings und Laser einberufen und erfolgreich zur Arbeit führen. Dr. Weidmann hat sich bereit erklärt, die Arbeitsgruppen zu koordinieren und mit den notwendigen Inputs zu versorgen, soweit dies für ihn zeitlich machbar ist. Innerhalb des nächsten Jahres möchten wir eine vollständige Ausbildungseinheit entwickeln mit allen minimalinvasiven ästhetischen Therapien, die wir dann mit dem Globalhealth Academy Diploma zertifizieren werden.

➢ Wir werden neben der Unterstützung dieser Koordination insbesondere andere Gesellschaften und Verbände ansprechen, um sie für eine Zusammenarbeit zu gewinnen, denn wir sind der Ansicht, daß wir nur in Kooperation mit anderen unser Ziel erreichen werden. Auch in Kooperation werden wir immer noch mit vielen Anfeindungen zu kämpfen haben. Denn wie Sie alle wissen: Neid und Mißgunst sind ständige Begleiter in unserer Welt – gerade auch in der medizinischen Welt.

 

Dies sind die Aufgaben, die ich in Abgleichung der von Ihnen genannten Ziele mit dem bisher Erreichten definieren möchte für das kommende Jahr.

Übrig bleibt, Ihnen zu sagen, daß wir wieder wie im letzten Jahr kleine visuelle, musikalisch untermalte Zäsuren einbinden in den gesamten Kongreßablauf. Bitte verstehen Sie die Unterbrechungen nicht als Meditation, sie haben die Aufgabe, Sie von dem bisher Gehörten leer zu fegen und für die nächste Vermittlungseinheit zu öffnen. Die Bilder sind bearbeitet von Volker Schrader, als Fotografen waren Volker Schrader, Dirk Brandl und Ulrich Bunzek tätig. Die Musik stammt von Desire, einer sehr kreativen Band, die ebenfalls von unseren Mitarbeitern und Freunden gegründet wurde, Volker Schrader, Antje Kruse und Uwe Müchler.

Ich wünsche Ihnen einen sehr produktiven und gleichzeitig entspannenden Kongreß.

 

Vortrag, gehalten von Dirk Brandl auf dem Mitgliederkongress am 28.10.2006 in Wien

Guten Morgen,

 

ein herzliches Willkommen auf dem diesjährigen Mitgliederkongress, der in dieser Form letztmalig stattfinden wird. Dazu später weitere Informationen.

In meinem Referat vom November letzten Jahres habe ich Ihnen die Grundlagen der NETZWERK-Bildung skizziert. Gleichzeitig habe ich die Bildung eines übergeordneten NETZWERK’s, des NETWORK-Globalhealth vorgeschlagen. Sie werden auf diesem Kongress auch noch Berichte über den aktuellen Stand der Entwicklung aus den bereits gebildeten neuen NETZWERKEN erhalten.

Meine Aufgabe wird heute sein, Sie über die Möglichkeiten und Grenzen unseres Aufbaus zu informieren.

Gestatten Sie mir noch einen Hinweis zum heutigen Ablauf:

 

Zwischen den inhaltlichen Blöcken möchten wir als Übergang jeweils kurze meditative ästhetische Zäsuren setzen, die mit Musik untermalt sind (also eine musikalische Bildershow), um zwischen den Themen das Gehirn wieder in den sinnlichen Status zu versetzen und damit neu aufnahmefähig zu machen.

Diese kurzen Intermezzi wurden musikalisch gestaltet von der Gruppe Desire, die aus Antje Kruse, Uwe Müchler und Volker Schrader besteht und die Bilder wurden erzeugt von Volker Schrader.

 

Nun zu meinem eigentlichen Thema.

Ich möchte ganz kurz nochmals auf mein letztjähriges Referat zurückkommen, um Sie kurz auf den Punkt einzustimmen, von dem aus ich starten will:

 

Ich hatte Sie über die Grundlagen der NETZWERK-Bildung informiert, als da sind:

Definition des Begriffs Netzwerk

Unterschied zu hierarchisch aufgebauten Gesellschaften

Grundlagen der Netzwerkbildung ( kein hierarchischer Aufbau, gleiche Bedeutung aller Knoten, Entwicklung durch Rückkopplungsschleifen, Selbstorganisation)

In einem weiteren Schritt hatte ich die Bedingungen formuliert, unter denen eine NETZWERK-Bildung im sozialen Bereich erfolgreich ablaufen kann:

Moderation

Paradigmenänderung

 

Desweiteren hatte ich ein abstraktes Ziel formuliert, das wir alle anstreben sollten:

Zieldefinition

Pool mit neuen Therapieangeboten

Gegen Konkurrenz und Begrenzungen

Aufnahme der Bedingungen, die uns die Globalisierung diktiert und Nutzung dieser Bedingungen für gemeinsame und persönliche Weiterentwicklung

 

Dies also waren die Basics, unter denen wir unsere Arbeit begonnen haben.

Ich möchte zunächst die Seite beleuchten, mit der ich selbst zu tun habe, nämlich die Seite der Moderation und der Betreuung.

Ich werde heute viel konkreter werden, um Ihnen über die Hindernisse, die mit einem Netzwerkaufbau verbunden sind, weitere wichtige Infos zum Aufbau unseres Netzwerkes zu vermitteln.

Mit unserer Entscheidung zur Ausweitung des Netzwerks und zur Optimierung der Betreuung des NETZWERK-Lipolyse, also der Mitglieder, war zunächst einmal verbunden, daß wir unser Backoffice ausweiten mußten. Zur Zeit arbeiten bis zu 10 Personen im Hintergrund, um alle zu bewältigenden Aufgaben auszuführen:

Mitgliederbetreuung

Wir warten nicht ab, bis Sie sich an uns wenden, sondern wir gehen aktiv auf Sie zu und wollen von Ihnen Anregungen abholen oder Unzufriedenheiten kennen lernen. Diese Abteilung wird im Augenblick wegen der angewachsenen Mitgliederzahl umstrukturiert und wir hoffen, daß Sie im nächsten Jahr häufiger von unseren Mitarbeitern kontaktiert werden können.

Workshopvorbereitung

Allein 2 Personen, Thorsten Heming und Ilona Eberding, arbeiten in einem ausgegliederten Unternehmen, der Dynamis Ltd. für die ordnungsgemäße Durchführung aller Veranstaltungen, die wir anbieten. Diese Abteilung wurde von uns als erste ins Leben gerufen und sie arbeitet heute bereits auf einem hohen Niveau. Ihre Aufgaben liegen in der Buchung von Hotels und Flügen, der Herstellung von Handouts, der Zusendung von Wegbeschreibungen etc. sowie der Zusammenstellung aller für den Workshop benötigten medizinischen Materialien. Wenn Sie Veranstaltungen auf der ganzen Welt anbieten, ist eine solche Organisation nicht einfach zu bewerkstelligen, denn Sie müssen jeweils die nationalen Gegebenheiten recherchieren, um eine optimale Präsentation durchführen zu können und dürfen nicht in die zahlreichen Fettnäpfchen treten.. Die von uns ausgeteilten Feedbackbögen zeigen uns, daß nahezu alle Teilnehmer mit der Organisation zufrieden waren. Sollten Sie selbst einmal eine Veranstaltung planen, ist diese Abteilung gern auch bereit, die Organisation für Sie durchzuführen.

Vertrieb von Marketingmaterial und Medizinprodukten

2 weitere Personen, Andreas Kambanas und Ulf Benwich, arbeiten mittlerweile in einer eigenen Vertriebsfirma. Nach und nach hat sich dieses zunächst sehr arbeitsaufwendige Kind zu einer eigenen Firma gemausert, weil sich das Netzwerk nebenbei auch zu einer Art von Einkaufsgemeinschaft entwickelt hat. Um nicht mit der Netzwerkführung in Interessenkollision zu gelangen, haben wir beschlossen, diesen Bereich als eigenständiges Unternehmen neu zu formieren. Wir haben bereits die Alleinvertretung für Mesorellen in Deutschland vom Hersteller erhalten und wir vermarkten weitere medizinische Produkte wie Mesopistolen und Injektionslösungen (Revitacare für die Mesotherapie). Wir können diese Produkte unseren Mitgliedern zu niedrigeren Preisen anbieten.

Zusätzlich vertreibt diese Firma alle Marketingprodukte, die wir auf Ihre Initiative hin entwickelt haben, ebenso bieten wir das Buch von Dr, Peckitt zu erheblich günstigeren Konditionen an als es der Verlag anbietet. Diese Firma hat zusätzlich eine modular aufgebaute Ärztehomepage entwickelt, die wir unseren Mitgliedern ebenfalls zu sehr günstigen Konditionen herstellen können.

Information der weltweiten medizinischen Community

Diese Abteilung haben Sie kennengelernt, als Sie sich selbst für einen unserer Workshops interessiert haben. Sie besteht aus 3 freiberuflich arbeitenden Personen. Sie versendet für uns Newsletter und Veranstaltungsinformationen, sie beantwortet Fragen von Interessenten und sie organisiert unsere Datenbank mit mehr als 20.000 Emailadressen von Ärzten aus der ganzen Welt.

Administration

Die Administration hat die Aufgabe, alle buchhalterischen Arbeiten von der Bezahlung einer Rechnung bis zur Bearbeitung aller Anmeldungen durchzuführen und die Geldflüsse zu kontrollieren. Sie besteht aus Claudia Fischer.

Externe Beratung

Für die Netzwerkkonzeptionierung und Personalentwicklung haben wir uns externer Berater bedient, die durch ihren Blick von außen nicht betriebsblind geworden sind. Der Diplompädagoge Volker Schrader berät uns dabei in der Netzwerkführung und Entwicklung, der Pädagoge Hans Stampfer versucht, die einzelnen Abteilungen besser miteinander zu verzahnen und ein optimales Controlling einzuführen.

Moderation

Die Moderation wird durchgeführt von Ulrich Bunzek und mir. Unsere Aufgabe ist die Anleitung aller Aufgabenbereiche, die inhaltliche Aufbereitung unserer Homepage, die direkte Kommunikation mit Mitgliedern und die Entwicklung neuer Ideen.

Bei der Auswahl unserer Zuarbeiter standen wir vor einer schwierigen Entscheidung: Sollen wir uns teure Spezialisten einkaufen, falls solche überhaupt existieren oder sollen wir auf Loyalität bauen und notwendige Spezialkenntnisse selbst vermitteln? Weil es sehr schwierig bis unmöglich ist, Spezialisten für etwas so neues wie einen Netzwerkaufbau zu engagieren, haben wir uns für die zweite Alternative entschieden und haben nur Leute engagiert, von deren Loyalität wir überzeugt sind, weil wir sie seit langem kennen und von ihrem Entwicklungspotential wußten. Wir unterscheiden hier zwischen Fähigkeiten und notwendig anzueignendem Spezialwissen über Netzwerkaufbau. Uns war dabei bewußt, daß wir diese Loyalität erkaufen mußten durch eine intensive interne Schulung und Ausbildung und auch mit inhaltlichen Fehlern und Schwächen, die wir akzeptieren mußten. Insofern war dieses erste Ausdehnungsjahr sehr stürmisch und mit vielerlei Unzulänglichkeiten durchsetzt, wie wir selbstkritisch feststellen müssen. Nicht zu überbieten ist das Engagement aller Zuarbeiter. So langsam haben sich die Beteiligten auch inhaltlich soweit qualifiziert, daß das Niveau der Arbeit kontinuierlich gestiegen ist. Trotzdem rechnen wir mindestens mit noch einem weiteren Jahr der Ausbildung und Entwicklung, insbesondere, weil wir uns dynamisch weiter entwickeln und beständig neue, unbekannte Herausforderungen an uns herangetragen werden. Um ein Beispiel zu nennen: Wir alle absolvieren gerade einen Englischkurs, um unserer internationalen Ausrichtung besser nachkommen zu können.

Auch die Herausforderungen, denen Ulrich Bunzek und ich sich stellen mußten, waren nicht unerheblich. Wir haben keine Ahnung von der Führung von zuarbeitenden Personen gehabt, wir haben sehr viele aktuelle Probleme zu bewältigen gehabt und müssen dies immer noch, sei es die Versicherungssituation in Großbritannien oder die Einfuhr oder Produktion von PPC in Australien, Amerika oder Asien. Beispielsweise hat Israel eines der strengsten Gesetze zur Einfuhr medizinischer Produkte und wir müssen dort nach neuen legalen Wegen und Möglichkeiten recherchieren. Wir hatten zusätzlich die Aufgabe der Kommunikation mit allen Ebenen des Netzwerks, mit den Mitgliedern, mit dem Medical Advisory Board, mit den Research Groups, mit den Repräsentanten in den einzelnen Ländern und mit Organisationen, die Kooperationen mit dem Netzwerk gesucht haben. Unserer Aufgabe der Moderation sind wir dabei nur in beschränktem Ausmaß gerecht geworden.

Wenn wir vor einem Jahr eine Pradigmenveränderung der Mitglieder eingefordert haben, also ein stärkerer Aufbau von Identität zum Netzwerk und dieser grandiosen Idee, waren wir von der Illusion gefangen, daß diese Einsicht allein schon zu einem veränderten Verhalten führen würde. Wir hätten es durch unsere eigenen Erfahrungen eigentlich besser wissen müssen, daß eine Erkenntnis noch lange kein verändertes Verhalten hervorruft. (Dirk der Raucher) Hier haben wir ganz klar versagt, und werden zukünftig unsere Moderation erheblich verbessern müssen, um die Idee eines lebendigen Netzwerks, an dem alle Mitglieder mitarbeiten wollen, genügend attraktiv zu machen, damit die Schwierigkeiten, die mit dieser Paradigmenänderung einhergehen, auch wirklich bewältigt werden. Die große positive Reaktion auf unsere Vision hat uns dazu verleitet, die Verhältnisse zu unterschätzen, denen sich jedes einzelne Mitglied in seiner Welt, in seinem Land, in seiner Stadt und in seiner Praxis und Familie ausgesetzt sieht. Intellektuell können wahrscheinlich nahezu 100 % unserer Mitglieder dem eingeschlagenen Weg zustimmen, aber die tägliche Auseinandersetzung und der tägliche Konkurrenzkampf ums Überleben verdrängt diese positiven Impulse und läßt sie verschwinden. Hier ist ein viel größerer Bedarf an positiver Unterstützung vorhanden, als wir zunächst vermutet hatten.

Ich werde Ihnen in einem kleinen Sketch heute abend im Anschluß an unser Galadiner hoffentlich einmal einen humorvollen Blick in das interne Netzwerk ermöglichen können, der die ganze Sache nochmals aus einer satirischen Ebene beleuchten wird.

Welche Aufgaben haben wir uns nun für das kommende Jahr vorgenommen und welche Fortschritte möchten wir erreichen?

1.Marketing und PR

Wir wollen zukünftig dem Marketing der Lipolyse einen breiteren Raum geben. Insbesondere die Arbeit mit den Medien wollen wir qualifizieren. Diese Arbeit wird von Beatrix Weyck, Dr. Michaele Hetzel und mir durchgeführt werden. Sollten Sie über gute Medienkontakte verfügen, sprechen Sie mich bitte im Laufe dieser Veranstaltung an, damit wir hier Synergien besser nutzen können. Sehr gut war bislang schon die Arbeit mit medizinischen und zahnmedizinischen Fachzeitschriften. Es wurden von unseren Mitgliedern zahlreiche Artikel veröffentlicht. Nahezu unbemerkt ist dies geblieben von den Publikumsmedien. Häufig noch werden Positionen zur Injektions-Lipolyse aus dem Jahr 2003 wiedergegeben, weitere Recherchen finden nicht statt. Mit dem Experiment der Gruppenarbeit in diesem Bereich wollen wir heute den Startschuß geben für weitere kreative Ideen zum Marketing der Therapie in Ihrer Praxis. Ich möchte Sie deshalb alle bitten, sich möglichst engagiert in den drei Gruppen zu beteiligen.

2. Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Behandlung

Ich kann hier nur einige wesentliche Aspekte aufzählen:

➢ Absicherung im Gruppenvertrag mit der Basler Versicherung durch die neue NETWORK Platinum members card

➢ Verträge mit Compoundherstellern, um alle Länder mit Compound beliefern zu können

➢ Aufbau von nationalen Strukturen, um den Mitgliederaustausch zu fördern und die Bestellung benötigter Materialien zu vereinfachen

➢ Unterstützung von universitären Forschungen, insbesondere die Studie in Regensburg ist für uns wichtig. Allerdings streben wir auch weitere Kooperationen darüber hinaus an. Die Universität Bochum hat bereits eine dritte Studie laufen. Die Universität Münster zeigt Interesse, in Cairo und Rom arbeiten bereits Mitglieder an Studien.

➢ Aufbau eines nationalen Repräsentantennetzwerks, das für uns die Veranstaltungen in den einzelnen Ländern betreut.

➢ Weiterentwicklung und Optimierung der Therapiestandards. Auch in diesem Bereich ist noch viel zu tun. Gehen Sie davon aus, daß sich unsere heutigen Therapiestandards weiter verbessern lassen. Hierbei möchte ich 3 allgemeine Ziele definieren: Reduzierung der Nebenwirkungen, Verbesserung der Behandlungsergebnisse und Verkürzung der Behandlungsintervalle. In allen 3 Bereichen finden Untersuchungen statt und wir können in den nächsten Jahren mit Ergebnissen rechnen. Dr. Palmer ist es zu verdanken, daß wir den Standard für die Gesichtsbehandlung in diesem Jahr geändert haben, sie werden darüber im Referat von Dr. Meissner detaillierter unterrichtet werden.

 

3. Aufbau und Betreuung neuer Netzwerke

Ich möchte hier nicht eingehen auf die beiden bereits existierenden Netzwerke, das NETZWERK-Cryodent und das Netzwerk-Alizonne, weil Sie über die Entwicklung dieser beiden Netzwerke heute noch detaillierter informiert werden.

Ich möchte außerdem die Gründung eines neuen Netzwerks, des NETWORK-AestheticMeso bekanntgeben und Sie ein wenig über den aktuellen Entwicklungsstand informieren.

Uns ist im Laufe des letzten Jahres insbesondere eines aufgefallen: Für die minimalinvasive ästhetische Medizin existieren keine allgemeingültigen, weltweiten Standards. Was wir in 3 Jahren bei der Injektions-Lipolyse gemeinsam hergestellt haben, weltweite Behandlungsstandards zu etablieren, davon sind andere ästhetische Therapien noch meilenweit entfernt, wobei sich dies sicher differenzieren läßt. Deshalb haben wir auch nicht mit Botoxbehandlungen begonnen, weil hier bereits Standards in Ansätzen existieren, sondern haben uns mit der Therapie beschäftigt, bei der eine Standardisierung so gut wie nicht erfolgt ist, der ästhetischen Mesotherapie.

Es existieren so gut wie keine Forschungen zu diesem Bereich und die Ausbildungssituation ist so unübersichtlich, daß von einer Standardisierung nicht im entferntesten gesprochen werden kann. Auf Vorschlag der beiden Initiatoren dieses Netzwerks, Dr. Weidmann und Dr. Rezai, bilden wir zur Zeit eine Arbeitsgruppe, die diese Standards erarbeiten und entwickeln wird. Dr. Shirley Madhere, USA, hat bereits ihre Beteiligung zugesagt, mit Dr. Petit, Frankreich stehen wir in Verbindung. Wir möchten diese Arbeitsgruppe nicht auf eine nicht mehr arbeitsfähige Zahl vergrößern, sondern lieber alle interessierten Ärzte des Netzwerks, die auch in der ästhetischen Mesotherapie tätig sind, aufrufen, die von der Arbeitsgruppe vorgelegten Standards zu diskutieren und an ihrer Modifizierung mitzuarbeiten.

Bis Ende diesen Jahres werden wir die dazugehörigen Homepages entwickelt haben, um das Thema öffentlich abhandeln zu können. Die von Dr. Weidmann bereits ausgebildeten Ärzte können sofort Mitglied werden. Wie Sie wissen, ist für alle Mitglieder nach erfolgter Ausbildung die Mitgliedschaft in weiteren Netzwerken nicht mit zusätzlichen Mitgliedsbeiträgen verbunden.

Unsere Vision zu diesem Thema der Standardisierung ist, gemeinsam mit einigen Universitäten einen Diplomstudiengang zu entwickeln, der in allen wichtigen minimalinvasiven Therapiefeldern ausbildet und ein Qualitätsmerkmal für die Patienten werden soll. Wir stehen bereits in Diskussion mit einigen Universitäten, die an unserer Idee Gefallen gefunden haben, allerdings ist uns durchaus bewußt, daß wir zur endgültigen Realisierung mehrere Jahre benötigen werden. Diese Aufgabe erfordert ein gehöriges Maß an Kommunikationsleistungen, um alle Interessen unter einen Hut zu bekommen, die der Mediziner, der zahlreichen Gesellschaftender Forschung und Lehre, der medizinischen Gesellschaften, der Patienten und der Produkthersteller. Nur wenn wir ein großes Maß an Zustimmung erreichen, wird sich diese Idee realisieren lassen.

Sie sehen also, daß das NETWORK-Aesthetic bereits klarere Konturen gewinnt, denn nun haben wir bereits 2 Therapien, die im ästhetischen Bereich angesiedelt sind. Gleichzeitig haben wir bereits einen Workshop mit Kombinationstherapien entwickelt, der neue Akzente setzt, weg von der Einzelausbildung, hin zur Integration mehrerer Therapien zur Gesichtskomposition.

 

4. Verbesserung der Netzwerkkommunikation

Das NETZWERK-Lipolyse und in erweitertem Umfang auch das NETWORK-Globalhealth werden sich nur dann erfolgreich weiter entwickeln, wenn die Kommunikation der Mitglieder untereinander durch eine verbesserte Moderation stärker unterstützt wird.

Ich möchte hier auf die Schwierigkeiten eingehen, die mit einer Paradigmenänderung verbunden sind. Ich hatte in meinem letzten Vortrag und auch in meiner heutigen Einleitung darauf hingewiesen, daß die Paradigmenveränderung zwingend notwendige Voraussetzung für eine lebendige Netzwerkentwicklung sein muß.

Sobald das Mitglied seine Praxis betritt ist es nicht länger in seiner Netzwerkidentität, sondern steht plötzlich und unvorbereitet wieder allein vor seinen eigenen Herausforderungen. Wie kann ich meinen Umsatz erhöhen ohne meine ethischen Maßstäbe als Arzt aufgeben zu müssen? Wie kann ich meine Patienten besser versorgen ohne mein Zeitbudget überschreiten zu müssen? Wie kann ich mein Praxisteam erfolgreicher führen ohne Instabilität hervorzurufen? Und schließlich: Wie kann ich zusätzlich Zeit für meine persönliche Entwicklung im Netzwerk erübrigen ohne meine Familie zu vernachlässigen?

Diese sehr konkreten Fragen bedürfen unbedingt einer Beantwortung, damit dabei herauskommt, daß die bereits auf allgemeiner Ebene akzeptierte Paradigmenveränderung auch tatsächlich stattfindet.

Gestatten Sie mir trotzdem, zunächst auf einer allgemeinen Ebene die Problematik zu beleuchten, um von dort aus nach und nach immer konkreter werden zu können und auch die anstehenden konkreten Fragen zu beantworten.

Mit dem Stichwort Paradigmenänderung habe ich bereits mehrfach auf einen sehr wichtigen Zusammenhang hingewiesen, den ich hier nochmals analytisch erfassen möchte: Die sogenannten Sachzwänge insbesondere die wirtschaftlich einschränkenden Ergebnisse der sogenannten Globalisierung führen dazu, als Einzelkämpfer die Existenz zu fristen und die Kollegen nurmehr als Konkurrenz zu betrachten. Die Umkehrung dieses Konkurrenzdenkens zu Teamwork führt zu Synergien und damit zur Ausdehnung der eigenen Existenz. Diese Umkehrung ist Grundlage für eine existenziell und auch ökonomisch neuartige Erfahrung im eigenen Erleben. Nur wer diese Umkehrung und damit Abkehr aus der Isolation durchführt, so ist meine These, wird die Globalisierung, die nicht aufzuhalten ist, in seinem Sinne nutzen können. Die Globalisierung nutzen statt sie bekämpfen zu wollen – wie kann dies aussehen?

Zunächst bedeutet dies, ihre Ergebnisse anzuerkennen und die fortschreitende Entwicklung nicht als einen Rück-, sondern als tatsächlichen Fortschritt zu betrachten. Dies ist also eine Erkenntnisleistung, die keine Zeit abnötigt. Aus dieser Perspektive betrachtet kann ich neue Ziele definieren, die es anzustreben gilt.

Ich möchte hier einige Ziele definieren, die ich teilweise bereits weiter vorn detailliert beschrieben habe:

➢ Standardisierung minimalinvasiver Therapien

Für mich steht außer Frage, daß, wenn es uns gemeinsam gelingt, Standards für alle diese Therapien zu entwickeln und mit der medizinischen Community zu diskutieren, wir das Netzwerk optimal plazieren und damit jedes einzelne Mitglied aufwerten. Sie können sich stolz schätzen, an der ersten Standardisierung – ich meine die Lipolyse – erfolgreich mitgewirkt zu haben. Warum sollte uns Ähnliches nicht auch in den anderen Therapiefeldern gelingen?

➢ Aufnahme neuer Therapien in das jeweilige Praxisspektrum

Je differenzierter und innovativer ein Behandlungsspektrum ist, desto besser kann sich der einzelne Arzt im Markt positionieren. Diese allgemeine Aussage beinhaltet 2 wesentliche Aspekte: Die Beantwortung der Frage, welche weiteren Therapien optimal das bereits vorhandene Therapiespektrum ergänzen können und die Recherche neuer, erfolgreicher, aber bisher unbekannter Therapien. Der erste Aspekt kann nur vom einzelnen Mitglied selbst beantwortet werden, der zweite Aspekt kann durch unsere Netzwerkarbeit Unterstützung finden. Hier ist von besonderer Bedeutung, ob wir als Netzwerk uns an den Mainstream anlehnen oder den Mainstream selbst bestimmen. Letzteres ist sicher erfolgreicher, weil es uns beständig zu den Wegbereitern von Innovationen werden läßt. Dies wiederum ist nur durch Teamwork und globale Kommunikationsstrukturen zu erreichen. Ich möchte hier den Pool neuer Therapien ansprechen. Dieser ist bislang noch nicht prall gefüllt, sondern entwickelt sich langsam und sprunghaft.

o Dr. Hasengschwandtner arbeitet an einer anderen Behandlung mit PPC, die für die Anti Aging Medizin wichtig werden kann, den PPC Infusionen.

o Dr. Voelin hat ein besseres analytisches Verfahren für die AntiAging Medizin entwickelt, welches die Kommunikation mit den Patienten erheblich erleichtert. Wir wollen dieses Verfahren gern auch im nächsten Jahr unseren Mitgliedern zur Verfügung stellen, die bereits in der Anti Aging Medizin ausgebildet sind.

o Ganz wichtig erscheint mir auch das Überschreiten der Grenze zur nichtästhetischen Medizin, wie wir dies bereits mit der Cryotherapie in der Zahnmedizin gemacht haben. Hieraus ergeben sich sogleich weitere Synergien: Prof.Dr. Cremer aus Heilbronn hat ein Verfahren zur Behandlung von Hämangiomen mit Cryotherapie bei Neugeborenen entwickelt, welches in der Lage ist, Hämangiome bereits im Frühstadium ohne Narbenbildung oder andere Verunstaltungen zu behandeln und welches von vielen Kinderärzten und Kliniken angewendet werden sollte. In der Dermatologie wird die Cryotherapie schon seit vielen Jahren angewendet. Das von uns mitentwickelte Gerät arbeitet ohne den Einsatz von Gas und erzielt dieselben Ergebnisse, ist also in der Lage, ästhetische und nichtästhetische Ergebnisse zu erzielen, ohne daß ich auf die Lieferung von flüssigem Stickstoff angewiesen bin. Dr. Eichelberg testet zur Zeit die Möglichkeiten, die in diesem Gerät stecken.

o Im Rahmen der Parodontitisbehandlung wurde von uns die Ozontherapie wiederentdeckt, die viele andere Anwendungsbereiche hat, in der HNO, der Gynäkologie und in der Dermatologie etwa. Wunddesinfektion und Behandlung von Entzündungen ohne den Einsatz von Antibiotika – für viele Indikationen eine sinnvolle Alternative. Die Ozontherapie wurde bereits zu Beginn des letzten Jahrhunderts entdeckt, geriet aber schnell wieder in Vergessenheit, weil einerseits der unsachgemäße Umgang mit Ozon zu heftigen Nebenwirkungen führte und weil andererseits die Entdeckung des Penicillins scheinbar revolutionäre pharmazeutische Alternativen bot. Erst die jetzige Gerätegeneration ist in der Lage, die erwünschten Effekte nebenwirkungsfrei zu erzielen.

o Alternativmedizin und Naturheilkunde gewinnen immer stärker an Bedeutung, weil sie den Menschen ganzheitlicher betrachten. Akupunktur ist aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken. Trotzdem ist ein Therapiemodell Naturheilkunde noch nicht in Sicht. Wir recherchieren und suchen auch hier nach Synergien. Beispielsweise behandelt Frau Dr. Moga ihre Lipolysepatienten mit Akupunktur und homöopathischen Mitteln und erzielt eine Reduzierung der Nebenwirkungen.

 

➢ Internationalisierung regional begrenzter Therapieverfahren

Zwar leben wir mittlerweile in einem globalen Dorf und jeder von uns kann dies spüren. Ich selbst bin beispielsweise in ständiger Kommunikation mit Menscher aller Erdteile. Trotzdem gibt es immer noch Therapien, die sich nicht weltweit durchgesetzt haben, obwohl sie erfolgreich sind. Und es gibt den schier unbegrenzten Schatz von alten, naturheilkundlichen Verfahren, der oft in Vergessenheit geraten ist oder geschickt von der Pharmaindustrie ins Abseits gestellt wurde. Hier kann die Globalisierung tatsächlich ihre positive Wirkung entfalten.

 

Wenn ich diese mittelfristigen Ziele realisieren möchte, gehören dazu unweigerlich Aktivitäten eines jeden einzelnen Mitglieds. An dieser Stelle möchte ich auf das sehr begrenzte Zeitbudget der Ärzte zurückkommen.

Nicht jeder Hinweis muß viel Zeit kosten, nicht jede Aktivität muß mein Zeitbudget negativ beeinflussen.

Zusätzlich gilt es festzustellen: Welche Möglichkeiten hat der Einzelne, sein Zeitbudget besser und effektiver zu verwalten? Wenn wir hierfür Optimierungen anbieten können, ist es leicht, zusätzliche Aktivitäten zu integrieren ohne sich einer zusätzlichen Belastung auszusetzen.

Stichwort ist der Begriff Zeitmanagement. Gemeint ist, dass ich durch Effektivierung aller Tätigkeiten zusätzlichen Platz schaffe für wichtige, zu kurz gekommene Tätigkeiten.

Für diese Effektivierung stehen zahlreiche Hilfsmittel zur Verfügung, umfangreiche Literatur, Programme, Seminare und Lehrmaterialien werden derzeit angeboten. In Deutschland ist das Thema, die ärztliche Praxis als ein Unternehmen zu betrachten, eine Möglichkeit, Effektivierung durchzuführen. Wer sich die ganze Zeit fremdbestimmt, also von scheinbar äußeren Zwängen leiten lässt, wird niemals Zeit für Entwicklung zur Verfügung haben. Sie alle haben sich die Zeit genommen, sich in der Lipolysetherapie ausbilden zu lassen. Sie haben sich davon eine Möglichkeit versprochen, Ihr Therapiespektrum zu erweitern. Ähnliches gilt für alle weiteren Aktivitäten. Es kommt also zunächst allein auf die Bedeutung an, die ich einer Aktivität beimesse. Wenn Sie für mich eine große Bedeutung hat, werde ich Zeit dafür erübrigen können. Dies ist einfach bei einer solch konkreten und zeitbegrenzten Tätigkeit wie bei einem Seminar. Dies ist schwieriger, wenn ich damit eine ganze Zeitspanne zubringen muß, etwa um Synergien zu erzeugen, die mir nicht sofort und unmittelbar Ergebnisse präsentieren, sondern erst nach und nach ihre positiven Seiten offenbar werden lassen.

Hier scheint mir das größte Hindernis zu liegen: langfristige Ziele erfordern größere Einheiten an Aktivität, bringen allerdings auch sehr viel wichtigere Resultate.

Ich möchte Sie alle bitten, im Laufe des heutigen Tages einmal zu überdenken – und dazu eignen sich sicher besonders gut die meditativen Zäsuren – inwieweit Sie gewillt und bereit sind, für langfristige Ziele sich länger zu engagieren.

Alles muß und kann selbstverständlich nur Ihrem Zeitbudget untergeordnet sein.

Freuen würden wir uns über zahlreiche Reaktionen auf diesen Vortrag, den wir wiederum auf der Netzwerkseite veröffentlichen werden, damit Sie die Gelegenheit haben, sich zu Hause intensiver mit diesem für Ihre Entwicklung so wichtigen Thema zu beschäftigen.

Somit möchte ich meine Einführung nunmehr beenden. Übrig bleibt nur noch, Ihnen einen interessanten Kongress zu wünschen mit vielen neuen Erkenntnissen und Anregungen.

Ich hatte bereits am Anfang erwähnt, dass wir eine Veränderung des bisherigen Kongresses angedacht haben. Ab dem nächsten Jahr wird der Kongress sich über 2 Tage erstrecken, er wird mehrere Ausbildungen anbieten, er wird sich bei einigen Veranstaltungen auch für Nichtmitglieder öffnen und soll sich in den kommenden Jahren zu einer Veranstaltung entwickeln, die ihren festen Platz im Kalender eines jeden ästhetisch tätigen Arztes finden wird. Das vorläufige Programm und der genaue Termin wird Ihnen bereits heute mitgeteilt werden. Bitte tragen Sie sich den Termin bereits jetzt in Ihren Kalender ein.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und übergebe das Wort an meinen Partner Ulrich Bunzek, der in den kommenden Minuten über das vergangene Jahr und die Verwendung der Mitgliedsbeiträge Rechenschaft ablegen wird.

 

 

Vortrag gehalten von Dirk Brandl auf dem 2. Internationalen Kongress zur Injektionslipolyse, Paris am 26.11.2005

Guten Tag

Herzlich willkommen beim Netzwerkthema. Die meisten von Ihnen werden mich kennen. Meine Name ist Dirk Brandl und ich bin in dieser Veranstaltung für die Darstellung der Erweiterungsmöglichkeiten unseres Netzwerkes verantwortlich. Ich möchte hier eine kurze Übersicht über die Themen, die ich mit Ihnen heute diskutieren möchte, voranstellen.

Thema 1: Was ist ein Netzwerk?

Thema 2: NETWORK-Weightdoctors/Network Alizonne

Thema 3: NETZWERK-Ästhetik

Thema 4: NETZWERK-Globalhealth

Ich beginne mit Thema 1:

Was ist eigentlich ein Netzwerk und worin unterscheidet es sich z.B. von einer medizinischen Gesellschaft?

Der Netzwerkbegriff ist in jüngster Zeit vielfach aufgenommen worden als eine Folge kybernetischen und systemtheoretischen Denkens. Das zentrale Ergebnis der Forschungen in diesen beiden wissenschaftlichen Gebieten erfordert einen Paradigmenwechsel in den Wissenschaften überhaupt, der darin zu sehen ist, dass ein Forschungsgegenstand nicht isoliert betrachtet werden kann ohne Gefahr zu laufen, verkürzte oder verzerrte wissenschaftliche Ergebnisse zu erzeugen, sondern dass der Zusammenhang, in dem ein Untersuchungsgegenstand existiert (sein Kontext, sein Milieu, seine vielfältigen Beziehungen zu anderen Gegenständen) konstitutiv ist. Eine Möglichkeit, diese Zusammenhänge in einen Begriff zu fassen ist der Terminus: Netzwerk.

Entwicklungsbedingungen

Netzwerke entwickeln sich spontan und nach Prinzipien, die in der Chaostheorie erstmals mathematisch erfasst wurden. So ist auch unser NETZWERK-Lipolyse ein spontaner Reflex auf eine dynamische Situation. Netzwerke sind nicht hierarchisch aufgebaut, jeder Knoten eines Netzwerks ist gleich bedeutend. Netzwerke sind eingebunden in andere Netzwerke, die neben, über und unter ihnen existieren. Netzwerke entwickeln sich immer jenseits von Gleichgewichtszuständen durch Rückkopplungsschleifen bzw. durch das ständige Interagieren der miteinander verbundenen Objekte.

So entwickelt sich gerade aus den jetzt entstehenden Netzwerken Lipolyse und Weightdoctors eine übergeordnete Struktur, die wir als NETZWERK-Ästhetik bezeichnen. Ich werde im weiteren Verlauf meines Vortrags hierauf noch detaillierter eingehen. Diese übergeordnete Struktur wurde von uns nicht am Reißbrett geplant und konstituiert. Wir haben uns vielmehr ausschließlich mit der Entwicklung der Unter-Netzwerke beschäftigt, die für unsere Mitglieder neue Entwicklungen der ästhetischen Medizin erarbeiten können, an denen Sie von Anfang an dabei sein dürfen. Die logische Schlussfolgerung daraus ist die, dass die Einzelnetzwerke einen gemeinsamen Überbau benötigen, der einen intensiven Austausch fördern kann- eben das NETZWERK-Ästhetik, dessen Teil Sie nun werden.

Behandlung von Übergewicht in Netzwerken

Ich möchte Ihnen den Netzwerkgedanken anhand von 3 Beispielen auf Ihren Tätigkeitsbereich bezogen etwas näher erläutern. Mit dem ersten Beispiel möchte ich den Fokus aufziehen für das Thema der Behandlung von Gewichtsproblemen, die am Rande ja auch unsere Lipolysetherapie tangieren, viel stärker noch auf das NETWORK-Weightdoctors zutreffen. . Immer wieder werden übergewichtige Patienten zu Ihnen kommen, die eine Behandlung von Ihnen erwarten. Jedoch: Übergewicht, Fettleibigkeit ist ein Phänomen, das uns in den letzten Jahren zunehmend stärker beschäftigt. Wenn wir Übergewicht nicht als ein Multisymptomphänomen betrachten, werden unsere Therapieangebote nur bedingte Erfolge verzeichnen. Es lohnt also, mehr über die Symptomzusammenhänge dieses Phänomens zu lernen, von denen ich hier einige aufzählen möchte: Falsche Ernährung hat immer ein Psychosomatische Komponente, die sich in Suchtverhalten ausdrückt. Sinnliche Bedürfnisse werden durch orale Bedürfnisse ersetzt oder auf diese reduziert und beeinflussen sogar den gesamten Stoffwechsel. Die fortschreitende Vergrößerung des Problems Übergewicht ist ganz allgemein ausgedrückt in den sich verändernden Lebensbedingungen der Menschen zu suchen. Dabei kann nicht eine Ursache isoliert als Hauptgrund dieser Veränderungen definiert werden, vielmehr geht es um ein Zusammenspiel vieler Faktoren in einer sich dynamisch entwickelnden Situation: Höhere Flexibilität führt zu veränderten Essgewohnheiten, sich verändernde Familienstrukturen erzeugen eine Veränderung der Nahrungsaufnahme, erhöhte Medienangebote sind verantwortlich für Bewegungsarmut, Umstellungen in der Arbeitswelt weg von schwerer körperlicher Arbeit führen zu verringertem Kalorienverbrauch. All diese Ursachen verbunden mit starker Verunsicherung wegen der erhöhten Dynamik unserer Gesellschaften und Stress als Symptom des Umgangs damit verändern das Verhältnis zum eigenen Körper und der eigenen Ernährung. Das gute Aussehen wird zunehmend wichtiger und mutiert zu einem Indikator für Erfolg und Karriere losgelöst vom eigenen Empfinden. Auch die genetisch bedingte Form von Fettleibigkeit kann nicht losgelöst betrachtet werden, handelt es sich hierbei doch nur um eine von Generation zu Generation vererbte Form eines Netzwerkes, dessen Ursachen gleichwohl auch sozial bedingt sein können, denn auch soziale Probleme vererben sich.

Wie Sie sehen, haben wir es bei diesen Zusammenhängen bereits mit psychischen Mechanismen der Ableitung und sogar sozialen Problemen zu tun. Die zunehmende Individualisierung in unserer Warengesellschaft schafft die Illusion der Unabhängigkeit. Der sinnliche zwischenmenschliche Kontakt, eine phylogenetische Voraussetzung für die Entwicklung der Menschheit, kann nicht mehr selbstverständlich befriedigt werden. Also greift das Individuum zu sinnlicher Ersatzbefriedigung. Früher, als es das Übergewichtsproblem nur vereinzelt gab, hat man sich gegenseitig gebraucht, heute benutzt man sich dagegen. Dieser Zusammenhang sollte jedem behandelnden Mediziner klar sein und unbewusst ist er dies auch. In der Psychotherapie hat sich längst die Erkenntnis breit gemacht, dass es keinen Sinn macht, den Einzelnen nur für sich allein zu behandeln, sondern dass das Umfeld eine große Rolle spielt, wenn Veränderungen langfristig wirken sollen.

Netzwerkarbeit bedeutet hier das Denken und Handeln in Zusammenhängen. Übergewicht ist also ein Phänomen, das sich über viele ineinander verwobene Netzwerkebenen erstreckt und deshalb auch nur unter diesem Gesichtspunkt adäquat behandelt werden kann - soziale Netzwerke, ökonomische Netzwerke, familiäre Netzwerke, psychosomatische Netzwerke, körperinterne Netzwerke und medizinische Netzwerke. Eine sinnvolle Antwort auf diese beschriebenen Zusammenhänge ist beispielsweise unser NETWORK-Weightdoctors/Network Alizonne mit der Alizonne Therapie von Dr. van der Lugt.

Das globale Netzwerk

Das zweite Beispiel betrifft nicht nur die Mediziner, sondern uns alle. In jüngster Zeit ist das Thema Globalisierung in aller Munde und man suggeriert uns, es handele sich um ein neues, bisher nicht existierendes Phänomen. Meines Wissens jedoch leben wir bereits immer schon auf diesem Globus und wie uns die Chaostheorie und die Systemtheorie bewiesen haben, ist immer schon alles mit allem verbunden. Denken Sie nur daran, dass an unterschiedlichen Stellen dieses Planeten, ohne Kommunikation und sprachlichen Kontakt, die Völker sich auf gleiche Weise historisch entwickelt haben. Wir alle sind zu jedem Zeitpunkt eingebunden in Netzwerke. Jeder Arzt ist eingebunden in das weltweit existierende Netzwerk der Medizin mit seinen vielen Unternetzwerken, ohne dessen Zusammenhang er nicht praktizieren könnte.

Uns ist oft nicht bewusst, dass wir in Netzwerken existieren, ja daß das Muster des Lebens ein Netzwerkmuster ist. Dass wir immer schon miteinander verbunden sind und alles voneinander abhängt erkennen wir erst jetzt und bezeichnen es mit dem Begriff Globalisierung. Dabei handelt es sich jedoch nur um eine Korrektur unseres Bewusstseins. Warum ist dies so, dass wir dieses Wissen vorher nicht bewusst hatten, sondern es sich erst jetzt ins Bewusstsein drängt? Der Markt, unser historisches Agens, führt uns die Globalisierung unbarmherzig vor Augen, wir müssen unsere Entscheidungen von globalen Faktoren abhängig machen. Diese Marktgesetze wollen und können wir nicht ändern, sie sind wie sie sind. Was wir zu tun vermögen, ist, Ihnen besser gerecht zu werden, damit wir aus diesen immer schon existierenden, uns unbekannten Zusammenhängen besser Synergien erzeugen können. Dies führt uns zur Überwindung unserer Selbstbezogenheit und Provinzialität. Das ist für mich die neu verstandene Bedeutung der Globalisierung und mit diesem neuen Bewusstsein können wir uns besser auf die großen Krisen unserer Zeit einstellen. Das Netzwerk ist also ein Pool gegen Konkurrenz und es ist gleichzeitig ein guter Ausgleich zu der konkurrenzbestimmten täglichen Abgrenzung im Beruf.

Das Bakteriennetzwerk

Ein gutes Beispiel - und damit möchte ich meine Beispiele abrunden - eines sehr lebendigen Netzwerks, das die Lebensbedingungen größerer Netzwerke und unseren gesamten Planeten stark beeinflusst hat, ist das sehr interessante Netzwerk der bakteriellen Organismen. Es ist das älteste uns bekannte Netzwerk, ist gleichzeitig symbiotische Verbindungen mit anderen Netzwerken, beispielsweise dem menschlichen Organismus eingegangen, zugleich ist der permanente Gen-Austausch von Bakterien einer Art das bestimmende Strukturmerkmal dieses Netzwerks.

Wegen der spezifischen Entwicklungsbedingungen von sozialen Netzwerken sind Netzwerke mehr oder weniger effektiv.

Moderation

Netzwerke arbeiten dann effektiv und können Synergien für ihre Mitglieder erzeugen, wenn sie von Netzwerkspezialisten moderiert werden. Dies ist im NETZWERK-Lipolyse der Fall. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Entwicklungsbedingungen in jedem Netzwerk unterschiedlich sind und entscheidend von den Eingangsvoraussetzungen abhängen. Bei der Lipolyse haben wir es mit einer Therapie zu tun, die im Entstehen begriffen ist. Die Moderation im NETZWERK-Lipolyse soll bewirken, dass alle Mitglieder an der Entwicklung und Standardisierung der Therapie mitarbeiten. Dies haben Sie alle in herausragender Weise durch sehr viele Aktivitäten geleistet. Dafür können wir Ihnen als Moderatoren nur unser höchstes Lob aussprechen.

Paradigmenveränderung

Die Mitarbeit in einem Netzwerk erfordert eine grundsätzliche Paradigmenveränderung der Mitglieder, die durch unsere Moderation bewirkt werden soll. Diese lautet: Die Mitglieder sind das NETZWERK. Die lebendige Interaktion seiner Mitglieder erzeugt die Qualität des Netzwerks. Die Mitglieder werden nicht bedient, sie bedienen sich selbst und gegenseitig.

Das neue Paradigma lautet deshalb: Die Ärzte sind das NETZWERK und sind eigenkreativ und selbstverantwortlich für seinen Zustand. So werden aus Konfrontationen und Unzufriedenheiten gemeinsam zu lösende Aufgaben. Die Übernahme von Verantwortung schließt das Ansprechen noch nicht genügend entwickelter Seiten im NETZWERK mit ein, allerdings unter der Prämisse, dass dafür nicht äußere Kräfte oder eine ominöse Führung, sondern ich, wir alle zusammen verantwortlich zeichnen. Dabei ist vor allem zu berücksichtigen, dass soziale Netzwerke bislang noch nicht vollständig geplant werden können und einfachen Umsetzungsmechanismen unterliegen. Vielmehr weiß man bislang über ihre konstitutionellen Bedingungen noch zu wenig und kann sie deshalb nur bedingt gestalten. Deshalb dürfen Sie uns auch keinesfalls als die Architekten solcher sozialen Netzwerke betrachten - auch nicht des NETZWERK-Lipolyse. Wenn ich uns eine positive Eigenschaft zugestehen möchte, die diese Schwäche ausgleichen kann, dann die, dass wir über die notwendigen Irrwege, Schwachstellen und Entwicklungsnotwendigkeiten ein eigenes Bewusstsein haben, uns unserer Grenzen bewusst sind. Dieses führt uns dazu, dass wir auf Kritik nicht negativ reagieren, sondern ein positives Verhältnis zur Streitkultur entwickelt haben.

Sie als Arzt wissen, dass Sie in Ihrer Praxis wegen des Umgangs mit Leben und Gesundheit Ihrer Patienten ja ohnehin immer die volle Verantwortung tragen, vollständig selbstverantwortlich sind. Dasselbe gilt für Ihre Netzwerkteilnahme. Dieser Paradigmenwechsel vom Übertragen der Verantwortung auf eine statische Hierarchie - wie sie in anderen Organisationen sichtbar existiert - zu einer Übernahme der Verantwortung für den jeweils aktuellen Zustand des NETZWERK's beim einzelnen Mitglied setzt Möglichkeiten der Kooperation und Synergie frei, die in anderen Zusammenhängen verhindert werden. Immer dann ergeben sich die größten Synergieeffekte, wenn niemand vom anderen etwas erwartet, sich selbst einbringt mit all seinen Fähigkeiten und das gesamte System auf diese Weise befruchtet, denn die Systementwicklung liegt in seiner eigenen Verantwortung und trägt Prozeßcharakter, der jede Statik ausschließt und somit immer auch Lücken und Seiten aufweist, die entwicklungsbedürftig sind.

Sich gegenseitig Füttern

Eine sehr gute Metapher für das neue Paradigma ist in einer chassidischen Geschichte zu finden, die davon handelt, daß ein Rabbi eine Unterhaltung mit Gott über den Himmel und die Hölle hatte. Ich werde Dir die Hölle zeigen, sagte Gott und führte den Rabbi in einen Raum, in dem ein großer Tisch stand. Die Menschen, die am Tisch saßen, waren ausgehungert und verzweifelt. Mitten auf dem Tisch stand eine gewaltige Kasserolle mit einem Eintopf, der so köstlich roch, daß dem Rabbi der Mund wässrig wurde. Jeder am Tisch hielt einen Löffel mit einem sehr langen Griff. Obwohl die Löffel gerade die Kasserolle erreichten, waren die Griffe länger als die Arme der potentiellen Esser: Da die Menschen deshalb die Nahrung nicht an den Mund führen konnten, konnte niemand etwas essen. Der Rabbi sah, daß ihr Leiden tatsächlich schrecklich war.

Jetzt werde ich Dir den Himmel zeigen, sagte der Herr, und sie begaben sich in ein anderes Zimmer, das genauso aussah wie das erste. Dort standen der gleiche große runde Tisch und die gleiche Kasserolle mit Eintopf. Die Menschen hielten wie die nebenan die gleichen langstieligen Löffel - aber hier waren alle wohlgenährt und rundlich, lachten und unterhielten sich. Der Rabbi verstand gar nichts. Es ist einfach, erfordert aber eine gewisse Fähigkeit, sagte der Herr. In diesem Zimmer, mußt Du wissen, haben Sie gelernt, einander zu füttern.

Um ein Beispiel dieser Synergieeffekte zu geben: Die Entwicklung unserer Therapiestandards im NETZWERK-Lipolyse ist mit enormer Geschwindigkeit vonstatten gegangen. Vergleichen Sie die (nicht moderierte) Einführung von Botox mit der Einführung der Lipolyse, dann werden Sie sehen, daß wir in etwa 10 Jahre gespart haben. Dies war nur dank der Aktivität und Zusammenarbeit aller Mitglieder möglich.

Soviel zu unserem ersten Thema, der Behandlung der Frage: Was ist eigentlich ein Netzwerk?

NETWORK-Weightdoctors/NETWORK-Alizonne

Ich möchte am Beispiel des NETWORK-Weightdoctors/Network Alizonne aufzeigen, wie wir im letzten Jahr operiert haben. Auf unserem Mitgliederkongress 2004 hat Frau Dr. van der Lugt neben Ihrem eigentlichen Thema, der Ultrasonolipolyse, auch einige Informationen zu Ihrer Alizonne Therapie gegen Übergewicht und Adipositas, die sie seit nunmehr über 8 Jahren entwickelt hat, mitvermittelt. Ich glaube, alle der damals Anwesenden werden bestätigen können, daß vor allem auch die als Bilder gezeigten Ergebnisse begeistert haben. Nach dem Kongress haben sowohl wir als auch Dr. van der Lugt direkt zahlreiche Anfragen zur Therapie erhalten. Zum damaligen Zeitpunkt bestand von uns keinerlei Absicht, ein weiteres Netzwerk aufzubauen. Im Laufe des letzten Jahres haben wir uns mit Dr. van der Lugt und Ihrem Mann Peter Beckers insgesamt 15 mal getroffen, um über eine Möglichkeit der Multiplikation ihrer Therapie zu sprechen. Im Laufe des letzten Jahres hat sich ein Vertrauensverhältnis zwischen uns gebildet und wir sind den Netzwerkaufbau gemeinsam angegangen. Sie haben bereits vor diesem Referat detailliertere Informationen über die Alizonne Therapie von Dr. Claudia erhalten und Sie wissen deshalb, wovon ich spreche. Uns war ziemlich schnell klar, daß Dr. Claudia sehr erfolgreich übergewichtige Patienten therapiert. Was wir überprüfen mußten war, ob diese Therapie durch Dr. Claudia's Persönlichkeit so erfolgreich war oder ob auch andere Ärzte erfolgreich behandeln, wenn sie mit den Protokollen von Alizonne arbeiten.

Entwicklungsbedingungen

Nachdem wir gesehen haben, daß sich die Therapie multiplizieren läßt, war es notwendig, eine Konzeption zu entwickeln, die den behandelnden Ärzten wiederum wie im NETZWERK-Lipolyse die Möglichkeit eröffnet, sich gemeinsam mit der Therapie weiter zu entwickeln. Zur Injektions-Lipolyse gab es jedoch einen entscheidenden Unterschied: Die Alizonne Therapie ist bereits vollständig entwickelt, es existiert ein fertiges Behandlungskonzept. Dies ist bei der Injektions-Lipolyse anders. Hier entwickeln Sie gemeinsam die Therapiestandards und es fehlt der Therapie noch an seriöser Forschung.

Gleich ist bei beiden, daß eine Unterstützung durch medizinisches Marketing für die Mitglieder sinnvoll und vorteilhaft ist.

Für uns ergab sich aus der Entstehung dieses neuen Netzwerkes die Frage, was denn Alizonne mit der Injektions-Lipolyse zu tun hat. Lipolyse wird von Dr. Claudia zwar als ästhetische Ergänzung mit eingesetzt, sie ist aber kein zentraler Bestandteil der Therapie.

Deshalb mußten die beiden Netzwerke entweder unabhängig voneinander existieren oder aber es gab eine Verbindung auf höherer Ebene: Diese haben wir gefunden indem wir gemeinsam mit Dr. Claudia und Dr. Franz die Idee des NETZWERK-Ästhetik entwickelten. Das NETZWERK-Ästhetik ist ein übergeordnetes Netzwerk, dem noch weitere Unternetzwerke folgen können. Zwar haben wir das Votum der Mitglieder berücksichtigt, indem wir aufmerksam die Reaktionen auf Dr. Claudias Vortrag aufgenommen haben, letztlich aber stand die Entscheidung auf unserer Seite. Dies ist erklärlich mit dem dynamischen, manchmal stürmischen Aufbau, von unserer Netzwerk-Philosophie her muß sich dies aber ändern. Es liegen uns bereits weitere Anträge zu neuen Netzwerken vor. Wir möchten jedoch zukünftig nicht länger diejenigen sein, die darüber entscheiden, ob eine Therapie aufgenommen wird oder nicht. Dies war die klare Erkenntnis aus der Entwicklung des vergangenen Jahres: Alle Netzwerkmitglieder sollen bei der Aufnahme einer neuen Therapie und der Entstehung eines neuen Unternetzwerks ihr Votum abgeben und damit darüber bestimmen, ob die Therapie zukünftig zum Netzwerk Ästhetik gehören soll oder nicht.

Mitarbeit

Desweiteren möchten wir Sie alle auffordern, sich mit Ihren eigenen Ideen einzubringen in dieses neue Netzwerk. Haben Sie selbst eine neue Therapie entwickelt? Sind Sie Spezialist in einer bestimmten Therapie, von der Sie glauben, daß sie einen angestammten Platz im Netzwerk haben sollte? Oder kennen Sie im Kollegenkreis jemanden, der eine neue Therapie entwickelt hat oder über herausragende Kenntnisse in angestammten Therapien verfügt, die Sie für das entstehende Netzwerk als wichtig erachten? Bitte nehmen Sie zu diesen und ähnlichen Fragen zu uns direkten Kontakt auf oder sprechen uns an.

Eine weitergehende Frage, die sich aus dieser von der Praxis ausgehenden Konzeption des Aufbaus neuer Netzwerke ergibt ist die, wie ein neues Netzwerk zukünftig integriert werden sollte. Hier haben wir eine Vorstellung, die wir gern mit Ihnen diskutieren möchten:

Bevor wir eine Therapie als Netzwerktherapie akzeptieren, sollten alle Mitglieder ihr persönliches Votum abgeben können. Das Votum sollte uns dazu ermächtigen, weitere Recherchen anzustellen und zunächst die Therapie zu testen: Ist sie erfolgreich? Ist sie eine bessere oder zumindest gleichwertige Alternative zu bisher bekannten Therapien? Kann sie für viele Netzwerkmitglieder von Interesse sein? Welche Vorteile sind für die Patienten durch diese Alternative gegeben? Welche Investitionskosten kommen auf die Mitglieder vor einer Therapieaufnahme zu? sind einige der Fragen, die zu beantworten sind. Wenn unsere Recherche ein positives Votum ergibt, sollte von ausgewählten Mitgliedern die neue Therapie getestet werden. Erst wenn auch dieser Test positiv ausfällt, werden wir eine Therapie akzeptieren und um sie herum ein neues Unternetzwerk aufbauen. Bleiben wir weiter beim NETWORK-Weightdoctors: Hier besteht die theoretische Möglichkeit, daß uns andere, ebenfalls erfolgreiche Therapien zur Gewichtsreduktion angeboten werden. Wenn wir sie aufnehmen, haben wir weitere Möglichkeiten im Angebot, die wir empfehlen können. Diese sollten allerdings sinnvolle Ergänzungen zur Alizonne-Therapie sein, die Einzeltherapien dürfen sich nicht widersprechen.

Kriterien der Auswahl

Wir sollten bei jeder Therapie ihre spezifischen Möglichkeiten und Grenzen kennen und wir sollten den Mitgliedern eine absolute Spitzenausbildung in der Therapie ermöglichen. Wir sollten - und dies ist ein besonders wichtiger Punkt für mich, den Markt untersuchen und die Wirtschaftlichkeitsberechnung im Verhältnis zur Investition durchführen. Um bei der Alizonne Therapie zu bleiben: Die Ausbildung ist hervorragend. Der Markt ist gigantisch und sogar noch im Wachstum begriffen. Die Investitionskosten sind relativ hoch, allerdings können sie wegen des anzusetzenden Durchschnittspreises doch in relativ kurzer Zeit - wir gehen hier vorsichtig von einem Jahr aus - wieder amortisiert werden. Es gibt bei dieser Therapie weitere Vor- und Nachteile, die wir mit berücksichtigen mußten: Die Hauptarbeit innerhalb der Therapie kann von gut ausgebildeten Assistenten durchgeführt werden, der Arzt wird bei einer 80% Auslastung seiner Unit mit ca. 12 Stunden wöchentlich belastet. Ein Nachteil ist beispielsweise, daß wir die Ausbildung nur in Düsseldorf durchführen können, denn wir haben 4 ganze Behandlungsunits zu transportieren, was einen enormen Aufwand bedeutet.

NETWORK-Ästhetik

Gehen wir nun zum 3. Themenabschnitt, dem NETZWERK-Ästhetik, welches auf einer höheren Netzwerkebene angesiedelt ist. Eines möchte ich vorneweg betonen: wenn die auf der untersten Ebene angesiedelten Netzwerke, das Netzwerk-Lipolyse oder das Network-Weightdoctors nicht lebendig sind und produktiv und synergetisch arbeiten, hilft keine übergeordnete Ebene uns. Eine übergeordnete Ebene macht nur dann Sinn, wenn die Einzelnetzwerke funktionsfähig sind. Das Netzwerk Ästhetik soll alle medizinischen Aktivitäten der Einelnetzwerke synchronisieren, nach außen als Marke vertreten und einen kontinuierlichen Zufluß neuer Ideen für den ästhetischen Bereich generieren.

Qualitätssicherung

Ich möchte seine herausragende Funktion als die der Qualitätssicherung charakterisieren. Man könnte auch sagen, es bildet eine imaginäre Akademie für minimalinvasive, ästhetische Medizin. Sein Ziel ist die Aufstellung von weltweiten Qualitätsstandards. Das Zertifikat dieser Akademie soll deshalb weltweit als ein Gütesiegel Geltung bekommen. Wie Sie alle wissen, gibt es noch keine allgemeingültigen Therapiestandards für diesen Bereich. Unser Ziel ist die Ansiedlung besonders qualifizierter Trainer und eine Ausübung von Therapien in Zusammenhängen (Netzwerken), um diese Standards zu erfüllen. Wir konzentrieren uns dabei nicht ausschließlich auf neue Therapien, sondern denkbar sind auch neue Kombinationen, vernetzte Therapiemodelle und schonendere und damit patientenfreundlichere Anwendungen. Um Ihnen ein Beispiel zu geben: Viele von Ihnen werden bereits einen Kursus für die Behandlung mit Botox oder Fillern gemacht haben. Für die Faltenbehandlung gibt es jedoch ein ganzes Arsenal von Therapien, um hier die wichtigsten aufzuzählen: Peelings, Botox, Filler, Dermabrasion, Injektions-Lipolyse, Mesotherapie, Lifting. In Zusammenhängen denken heißt hier, zu erkennen, welche Ergebnisse erzielt werden sollen, welche Bedürfnisse damit bei den Patienten befriedigt werden und welche Kombination von Therapien für die Erzielung eines optimalen Ergebnisses eingesetzt werden muß.

Die Realisierung dieses Netzwerks erfolgt im Augenblick ausschließlich von unten. Ab sofort werden wir dafür sorgen, daß durch seine Etablierung auch eine Bewegung von oben nach unten erfolgen kann, also sich auf allen Ebenen gegenseitig befruchtet. Deshalb werden wir ab jetzt intensiv nach neuen Therapieansätzen Ausschau halten. Ich möchte alle Mitglieder, die eine Therapie anbieten und in dieser besonders qualifiziert sind, bitten, uns Ihre Ideen mitzuteilen, denn unsere Mitglieder haben selbstverständlich Vorrang vor externen Vorschlägen.

NETWORK-Globalhealth

Auch das NETWORK-Aesthetics wird nicht isoliert für sich allein stehen und dies hat mehrere Gründe, die ich Ihnen hier darlegen möchte: Eines unserer Mitglieder ist spezialisiert auf eine dem Spektrum der Alternativmedizin zuzuordnende Therapie gegen Arthritis, Gicht, Rheuma und andere Erkrankungen, die sehr erfolgreich ist, die Behandlung dieser Krankheitsbilder mit Blutegeln. Nach dem in meiner näheren Umgebung jemand an Gicht erkrankt war und sich mit dieser Methode hat sehr erfolgreich behandeln lassen habe ich ein wenig recherchiert und gesehen, daß diese Therapie von vielen Patienten nachgefragt wird, denn es handelt sich bei diesen Krankheitsbildern um Volkskrankheiten, der Markt ist ähnlich wie beim Übergewicht sehr groß. Diese Therapie ist sicherlich nicht für jeden von Ihnen interessant, beispielsweise, wenn Sie sich auf die ästhetische Medizin spezialisiert haben. Aber ein ästhetischer Mediziner hat sicher auch nichts gegen eine solche Anwendung einzuwenden, wenn sie Bestandteil unseres Netzwerkangebotes ist. Deshalb ist eine Ausweitung auf die gesamte Medizin geraten. Wir haben ebenfalls ein sehr interessantes Angebot für eine schonende Paradontosebehandlung und Paradontoseprophylaxe im Bereich der Zahnmedizin. Wir haben uns überlegt und daraus die Vision geboren, daß eine Vernetzung auf noch höherer Ebene für alle Mitglieder sinnvoll ist. Unsere Vision ist das NETWORK-Globalhealth, das alle medizinischen Bereiche umfassen wird und dann einzelne Unternetzwerke betreut.

Netzwerke, die in Netzwerken nisten

Es ist ebenso wie das darunter angesiedelte NETWORK-Aestetics nicht mehr zuständig für die Betreuung und Vermarktung einer einzelnen Therapie, sondern für die Vermarktung des Netzwerkgedankens selbst. Ich persönlich glaube, daß diese zunächst nur existierende Vision einer weltweiten Zusammenarbeit von Ärzten unterschiedlicher Disziplinen auf den von mir im ersten Schritt geschilderten Prinzipien der Netzwerkbildung basierenden Zusammenhängen eine so neuartige Form und eine innovative Antwort ist, daß wir alle damit weltweites Interesse an unseren Netzwerken erzeugen werden - eine erweiterte Form der Bildung von höheren Synergismen.

Ich bin nun am Ende meiner kleinen Einführung in unsere Diskussion über die geschilderten Erweiterungsmöglichkeiten angelangt und möchte Sie alle bitten, sich mit Ihren Beiträgen an der Diskussion dieser Erweiterung zu beteiligen. Auch jeder kritische Einwurf kann sehr hilfreich sein, aus unserer Vision eine realisierbare Alternative abzuleiten. Wir möchten deshalb auch um Ihre kritischen Anmerkungen bitten.

Dirk Brandl



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